Was wäre, wenn
„People in Love“ ist der zweite Roman von Claire Daverley, und wer ihr Debüt „Talking at Night“ kennt, hat vermutlich schon in weiser Voraussicht zum Taschentuch gegriffen, bevor man überhaupt begonnen hat zu lesen. Und das wieder mal zu Recht.
Die Ausgangslage klingt erstmal harmlos: Nora sitzt an einem kalten Februartag mit ihrem Partner Robin auf einer Bank am Fluss, er macht ihr überraschend einen Antrag, sie sagt Ja. Zehn Jahre gemeinsames Leben, Inside-Jokes, Küchentanzen und Toast im Bett. Die eigentliche Geschichte beginnt aber erst am Abend der Verlobungsfeier, als Bren vor ihrer Tür steht. Bren und Nora waren als Kinder unzertrennlich, die Art von bester Freundschaft, bei der alle im Umfeld insgeheim auf mehr gewartet haben. Dann kam ein Bruch, Bren verschwand aus ihrem Leben, zwölf Jahre vergingen und jetzt ist er plötzlich wieder da, mit genau dem Timing, das niemand gebrauchen kann.
Was folgt, ist kein klassisches Liebesdreieck mit eindeutigem Bösewicht, sondern ein sehr ehrliches Buch darüber, wie viele Versionen des eigenen Lebens man theoretisch hätte führen können. Daverley springt zwischen den Zeitebenen und lässt langsam sichtbar werden, was zwischen Nora und Bren eigentlich passiert ist ohne dabei Robin zur Randfigur zu degradieren so dass man beim Lesen richtig merkt, wie die Sympathien hin- und herkippen, je nachdem, wessen Perspektive man gerade folgt.
Stilistisch ist das Buch speziell mit seinem manchmal fast listenartigen Erzählrhythmus. Das braucht ein paar Kapitel Eingewöhnung, danach entfaltet es aber eine unglaubliche Sogwirkung.
Emotional ist das Buch definitiv kein leichter Nachmittagssnack. Wer schon beim Klappentext das Gefühl hat, hier bahnt sich Herzschmerz an, liegt richtig.
„People in Love“ ist ein erwachsener, kluger Liebesroman, der genau die Fragen stellt, die man sich selbst manchmal lieber nicht stellt, nämlich „was wäre gewesen, wenn“. Für alle, die literarische Beziehungsromane mit echtem emotionalen Tiefgang mögen ist es eine klare Leseempfehlung.
Die Ausgangslage klingt erstmal harmlos: Nora sitzt an einem kalten Februartag mit ihrem Partner Robin auf einer Bank am Fluss, er macht ihr überraschend einen Antrag, sie sagt Ja. Zehn Jahre gemeinsames Leben, Inside-Jokes, Küchentanzen und Toast im Bett. Die eigentliche Geschichte beginnt aber erst am Abend der Verlobungsfeier, als Bren vor ihrer Tür steht. Bren und Nora waren als Kinder unzertrennlich, die Art von bester Freundschaft, bei der alle im Umfeld insgeheim auf mehr gewartet haben. Dann kam ein Bruch, Bren verschwand aus ihrem Leben, zwölf Jahre vergingen und jetzt ist er plötzlich wieder da, mit genau dem Timing, das niemand gebrauchen kann.
Was folgt, ist kein klassisches Liebesdreieck mit eindeutigem Bösewicht, sondern ein sehr ehrliches Buch darüber, wie viele Versionen des eigenen Lebens man theoretisch hätte führen können. Daverley springt zwischen den Zeitebenen und lässt langsam sichtbar werden, was zwischen Nora und Bren eigentlich passiert ist ohne dabei Robin zur Randfigur zu degradieren so dass man beim Lesen richtig merkt, wie die Sympathien hin- und herkippen, je nachdem, wessen Perspektive man gerade folgt.
Stilistisch ist das Buch speziell mit seinem manchmal fast listenartigen Erzählrhythmus. Das braucht ein paar Kapitel Eingewöhnung, danach entfaltet es aber eine unglaubliche Sogwirkung.
Emotional ist das Buch definitiv kein leichter Nachmittagssnack. Wer schon beim Klappentext das Gefühl hat, hier bahnt sich Herzschmerz an, liegt richtig.
„People in Love“ ist ein erwachsener, kluger Liebesroman, der genau die Fragen stellt, die man sich selbst manchmal lieber nicht stellt, nämlich „was wäre gewesen, wenn“. Für alle, die literarische Beziehungsromane mit echtem emotionalen Tiefgang mögen ist es eine klare Leseempfehlung.