Der Einstieg hat mich. Und dann hat er mich wieder verloren.

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Der Thriller-Auftakt funktioniert. Schrank, Messer, tonloses Pfeifen. "Neinneinnein, so kann ich nicht sterben" ist kein literarischer Durchbruch aber es macht was es soll, kurz und knapp und ich war dabei.

Und dann: zwei Monate früher. Highschool. Cafeteria. Die beliebten Mädchen, die gemeine Queen Bee, das schüchterne Außenseitermädchen, der mysteriöse stille Außenseiter-Junge mit Tattoo. Das Neue Mädchen das sich zwischen beiden Welten entscheiden muss.

Ich meine... kennen wir das nicht alle? Das fühlt sich an wie wenn jemand "Highschool-Roman" gegoogelt und dann einfach angefangen hat zu schreiben. Ella ist so eine schablonenhaft konstruierte Mean Girl Figur, dass ich mich frage ob sie überhaupt eine eigene Innenwelt hat oder nur Funktion ist. Bisher: Funktion. Das wird mir zum Problem wenn das so bleibt.

Was mich aber wirklich beschäftigt: Lucy. Die Szene in der Cafeteria wo sie die Pommes wegreißt und dann entsetzt aus dem Raum rennt, und Ella danach in zwei Sätzen das Ganze wegwischt mit "tu so als würdest du nichts merken." Yes. Das ist nicht als Aufhänger benutzt. Ob He das ernstnimmt oder als Hintergrundrauschen behandelt, das entscheidet für mich ob das Buch mehr als Genre-YA wird.

Raquel finde ich ehrlich interessant, gerade weil sie schon in wenigen Seiten konkreter wirkt als die Hauptfiguren.

Würde ich weiterlesen? Ja, aber zähneknirschend. Das Potenzial ist da. Die Kliches auch.