Mobbing und toxische Freundschaften im YA-Thriller

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verhei Avatar

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Dawn Foster wechselt in der zwölften die Schule, von Kalifornien an eine High School in einer Kleinstadt in Wisconsin. Eigentlich möchte sie unbekannt bleiben, doch schon am ersten Tag begegnet sie einer Clique von Cheerleaderinnen, die perfekt zu sein scheinen aber auch gemein gegenüber ihrem Umfeld. Um ihrer Mutter eine Freude zu machen, steigt sie dennoch ins Cheerleadingteam ein, um das fortzuführen, das sie auch in Kaliforniern schon betrieben hat. Immer mehr wird sie Teil der Gruppe – oder auch nicht, und schließlich wird nach einer Homeparty, Ella, die Teamleaderin tot aufgefunden. Welche Geheimnisse verbergen alle, inklusive dem charmanten Außenseiter Isaac.

Rasch ist man in der Geschichte drinnen – begleitet man doch Dawn schon am ersten Schultag und erkennt, wie ablehnend und gemein die Clique um Ella ist und wie manipulativ Ella ist.

Die Sprache ist modern, ohne Schnörkel, locker, rasch - eben Jugendsprache. Erzählt wird aus zwei Perspektiven, Dawn und Hannah. Dawn erlebt eben ihren Neuanfang an dieser unbekannten High School und sieht sich bald mit einem Mord konfrontiert. Da sie so einige Geheimnisse aufgeschnappt hat, beginnt sie mit eigenen Ermittlungen. Hannah, die zweite Erzählperspektive, die in die Vergangenheit blickt, bewirbt sich in der neunten parallel mit Ella um einen Platz im Team. Sie leidet sehr unter Mobbing und der hohen Erwartungshaltung ihrer Eltern.

Somit erkennt man schon bald mit welchen Themen man hier konfrontiert ist Mobbing, psychischen Krankheiten, Depression, Selbstmord – und so manches andere wie in der Triggerwarnung ersichtlich ist. Es gibt etliche Verdächtige, falsche Spuren und ich selbst habe lange gebraucht, um auf die Lösung zu kommen.

Charakterlich fand ich Dawn und Isaac sehr gelungen. Mit Hannah hatte ich viel Mitleid. Die Charaktere der Cheerleader fand ich im Gegensatz etwas klischeehaft und flach, doch ist dies wahrscheinlich auch dem Setting geschuldet. Wer die klassischen Highschool Filme der 1990er und 2000er kennt, wird sich hier rasch darin wiederfinden.

Für mich ein gut gelungener YA-Thriller, da er eben auch wichtige Themen nebenbei aufgreift.