Schockierend, aber zu welchem Preis?
Ich bin ehrlich, ich weiß überhaupt nicht, was ich von "Perfect Little Monsters" halten soll. Der Anfang hatte mich eigentlich total abgeholt. High-School-Setting. Ein Mord. Besprechen von Themen wie Mobbing, Depression und Suizid. Vor dem Ausgangspunkt hätte es ein wirklich guter und wichtiger YA-Thriller werden können.
Doch ich persönlich merkte schnell, dass ich mit dem Schreibstil so gar nicht warm wurde. Alles wirkte sehr nüchtern, roh und auf mich irgendwie unfertig. Konversationen wirkten irgendwie künstlich und Situationen wenig bildhaft. Die Wahrnehmung des Schreibstils ist aber natürlich eine sehr subjektive Sache, die jeder anders wahrnimmt.
Wirklich problematisch empfand ich jedoch den Umgang mit den Themen rund um mentale Gesundheit. Gut, dass darüber gesprochen wird, jedoch habe ich leider das Gefühl, dass das Buch weiter Depressionen und andere psychische Erkrankungen stigmatisiert. Chancen auf Heilung scheinen zudem auch abwegig. (Leider kann ich an der Stelle auf die Art und Weise der Stigmatisierung nicht tiefer eingehen, da dies spoilern würde.) Als Thriller, welcher in den Anmerkungen stehen hat, dass er explizit Suizid und Depressionen Gehör verschaffen will, empfinde ich den Umgang einfach als schade. Die angedeutete Message, wie schlimm Mobbing ist und was das mit Opfern anstellen kann, wird spätestens mit dem Plottwist von einem unnötigen Extrem zunichte gemacht, weshalb ich mich nicht mal an dem so wirklich erfreuen konnte. Gerade da es ein YA-Thriller ist, sollte man die Themen, so wie sie besprochen werden, nicht in der Form so stehen lassen.
Weiter empfand ich auch die Charaktere leider als sehr eindimensional. Es wird viel mit den High-School-Klischees gespielt, was ja auch ok ist, jedoch hätte ich es schön gefunden, wenn bspw. die Mobber auch eine gewisse Tiefe bekommen hätten. Die Tiefe muss sie ja nicht gleich entschuldigen, davon hab ich auch die Nase voll, aber ein Haufen von grundlos bösen Cheerleadern ist für meinen Geschmack etwas platt. Auch alle anderen Figuren waren irgendwie ein bisschen nichtssagend. Immer wenn sie mal etwas Tiefe hätten gewinnen können, war das Kapitel vorbei.
Das Einzige, was ich wirklich schön fand, ist, dass am Ende die Message vermittelt wird, dass jugendliche Lebensrealitäten genauso ernstzunehmend sind wie die von Erwachsenen. Aber genau deswegen bin ich irgendwie fast schon verärgert, dass der Roman genau diese einfach nicht aufgezeigt hat.
Aufgrund dessen kann ich für junge Lesende wirklich keine Empfehlung aussprechen. In dem Buch passiert zu viel, mit dem junge Erwachsene nicht allein gelassen werden sollten. Ich konnte leider den Hype und die vielen guten Bewertungen nicht so wirklich nachvollziehen. Wenn du es aber lesen solltest, kann ich dir versprechen, dass du auf jeden Fall darüber reden willst. Und ist das nicht eigentlich Sinn und Zweck von Literatur?
Doch ich persönlich merkte schnell, dass ich mit dem Schreibstil so gar nicht warm wurde. Alles wirkte sehr nüchtern, roh und auf mich irgendwie unfertig. Konversationen wirkten irgendwie künstlich und Situationen wenig bildhaft. Die Wahrnehmung des Schreibstils ist aber natürlich eine sehr subjektive Sache, die jeder anders wahrnimmt.
Wirklich problematisch empfand ich jedoch den Umgang mit den Themen rund um mentale Gesundheit. Gut, dass darüber gesprochen wird, jedoch habe ich leider das Gefühl, dass das Buch weiter Depressionen und andere psychische Erkrankungen stigmatisiert. Chancen auf Heilung scheinen zudem auch abwegig. (Leider kann ich an der Stelle auf die Art und Weise der Stigmatisierung nicht tiefer eingehen, da dies spoilern würde.) Als Thriller, welcher in den Anmerkungen stehen hat, dass er explizit Suizid und Depressionen Gehör verschaffen will, empfinde ich den Umgang einfach als schade. Die angedeutete Message, wie schlimm Mobbing ist und was das mit Opfern anstellen kann, wird spätestens mit dem Plottwist von einem unnötigen Extrem zunichte gemacht, weshalb ich mich nicht mal an dem so wirklich erfreuen konnte. Gerade da es ein YA-Thriller ist, sollte man die Themen, so wie sie besprochen werden, nicht in der Form so stehen lassen.
Weiter empfand ich auch die Charaktere leider als sehr eindimensional. Es wird viel mit den High-School-Klischees gespielt, was ja auch ok ist, jedoch hätte ich es schön gefunden, wenn bspw. die Mobber auch eine gewisse Tiefe bekommen hätten. Die Tiefe muss sie ja nicht gleich entschuldigen, davon hab ich auch die Nase voll, aber ein Haufen von grundlos bösen Cheerleadern ist für meinen Geschmack etwas platt. Auch alle anderen Figuren waren irgendwie ein bisschen nichtssagend. Immer wenn sie mal etwas Tiefe hätten gewinnen können, war das Kapitel vorbei.
Das Einzige, was ich wirklich schön fand, ist, dass am Ende die Message vermittelt wird, dass jugendliche Lebensrealitäten genauso ernstzunehmend sind wie die von Erwachsenen. Aber genau deswegen bin ich irgendwie fast schon verärgert, dass der Roman genau diese einfach nicht aufgezeigt hat.
Aufgrund dessen kann ich für junge Lesende wirklich keine Empfehlung aussprechen. In dem Buch passiert zu viel, mit dem junge Erwachsene nicht allein gelassen werden sollten. Ich konnte leider den Hype und die vielen guten Bewertungen nicht so wirklich nachvollziehen. Wenn du es aber lesen solltest, kann ich dir versprechen, dass du auf jeden Fall darüber reden willst. Und ist das nicht eigentlich Sinn und Zweck von Literatur?