Spannend
Das Buch verfolgt das Ziel, Leserinnen und Leser emotional für das Konzept des Naschgartens zu begeistern. Bereits die einleitende rhetorische Frage „Warum kein Naschgarten?“ zeigt, dass es der Autorin nicht um eine sachliche Abwägung geht, sondern um eine positive, beinahe enthusiastische Überzeugungsarbeit. Durch die direkte Ansprache („Stellt euch vor…“) werden die Lesenden unmittelbar in eine sinnliche Vorstellung hineingezogen. Der Duft von Rosmarin oder reifenden Äpfeln erzeugt eine atmosphärische, beinahe idyllische Szene. Dadurch wird der Naschgarten nicht als reines Gartenkonzept, sondern als Lebensgefühl dargestellt. Die Autorin arbeitet stark mit persönlichen Beispielen und Ritualen. Das morgendliche Schlendern mit Kaffee durch den Garten oder das abendliche Ernten von Salat und Himbeeren schaffen Nähe und Authentizität.