Verdient einen Ehrenplatz in jedem Kinderzimmer
„Pfoten weg vom roten Knopf“ von der italienischen Autorin Matilde Tacchini ist ein außergewöhnliches Bilderbuch. Da wundert es nicht, dass es gleich nach Erscheinen auf der Kinder- und Jugendbuch- Bestenliste der „Zeit“ gelandet ist.
Der kleine Hase entdeckt einen roten Knopf auf dem Boden. Ist der neu oder war der schon immer da? Der neugierige Fuchs, der sich dazu gesellt, hat sofort Lust, darauf zu drücken. Weitere Tiere kommen hinzu, äußern ihre Bedenken und Befürchtungen. Was könnte da nicht alles passieren? Die Mutmaßungen werden immer abenteuerlicher. Der Fuchs lässt sich davon nicht beeindrucken, hält alles für übertrieben. Vielleicht löst man mit dem Knopf auch was ganz Tolles aus. Nach langem Hin und Her wird abgestimmt.
Diese Geschichte birgt auf wenigen Seiten viel Gesprächsstoff. Es lädt nicht nur ein, selbst Vermutungen anzustellen, sondern auch zu überlegen, wie man wohl selbst in der Situation reagieren würde. Drücken oder nicht drücken?
Das Bilderbuch verblüfft mit einer unerwarteten Auflösung, doch das ist noch nicht das Ende der Geschichte.
Das großformatige Buch kommt mit wenig Text aus, meist sind es einfache Dialoge. Das bietet tolle Ausdrucksmöglichkeiten für den vorlesenden Erwachsenen. Auch die ausdrucksstarken Illustrationen sind auf das Wesentliche beschränkt. Dabei sind die unterschiedlichen Eigenschaften der Tiere sofort erkennbar.
Fazit: Dieses witzige und hintersinnige Bilderbuch über Neugierde und die Angst vor dem Unbekannten ist für Kinder ab drei Jahren geeignet und verdient einen Ehrenplatz in jedem Kinderzimmer und in jeder Kita.