Second-Chance-Geschichte mit Luft nach oben
Erste Gedanken: Ich tue mich schwer damit diese Rezension zu verfassen, da ich weiß, wie viel Herzblut und Mühe in ein Buch hineinfließen. Jedoch hat mich „Picking Daisies on Sundays“ sehr enttäuscht. Das Hochzeitssetting, womit das Buch beworben wurde, wurde nur in Rückblenden erzählt und auch stilistisch gab es unglaublich viele Wortwiederholungen. Jedoch ist das nur meine Meinung, ich bin mir sicher, dass die Geschichte ihre Leser*innen finden wird.
Das Cover: Es ist sehr niedlich und verspielt. Der ausgewählte Bildausschnitt gefällt mir und es hebt sich aufgrund des Illustrationsstils ein wenig von den anderen Covern in seinem Genre ab. Jedoch fehlen mir ein paar Kontraste.
Die Handlung: Als Daisy plötzlich wieder ihrer Jugendliebe Levi gegenübersteht könnte sie überraschter nicht sein. Als Levi sie dann auch noch fragt, ob sie auf einer Hochzeit seine Fake-Freundin spielen möchte, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Doch entgegen aller Widerstände stimmt sie dem Angebot zu, obwohl Levi ihre Gefühle von damals nie erwiderte und es auch bis heute nicht tut. Oder etwa doch?
Meine Meinung: Ich hätte diese Geschichte so gerne geliebt, da sie vielversprechend und cozy klang, doch leider konnte das Buch mich nicht an die Seiten fesseln und auch die Charaktere überzeugten mich nicht. Positiv hervorheben möchte ich jedoch die Clique, die Daisy in ihrem Studiengang gefunden hat, da die gemeinsamen Szenen mit ihren Modedesign-Freundinnen wirklich sehr niedlich und auch lustig waren. Doch abseits davon habe ich leider viele Kritikpunkte. Die Geschichte wird mit einer Hochzeit beworben – einer meiner liebsten Schauorte in Büchern. Doch diese äußerst wichtige Hochzeit, auf die alles aufbaut, wird nur in Rückblenden erzählt und in zwei kurzen Sätzen abgespeist, was ich sehr schade fand. Besonders stilistisch hatte ich meine Probleme mit dem Roman. Die Autorin verwendet oft die gleichen äußerlichen Beschreibungen für Charaktere und nutzt diese über das gesamte Buch. Es wirkte dadurch unglaublich repetitiv und hätte eigentlich im Lektorat auffallen müssen. Auch erzählt und erklärt die Autorin unglaublich viele zwischenmenschlichen Situationen zwischen Levi und Daisy, anstatt die Gefühle den Lesenden in einer gelungenen Erzählweise zu vermitteln und fühlen zu lassen. Auch Levis Sprache war mir an vielen Stellen zu gewollt poetisch, sodass sie eher seltsam hölzern klang. Ebenso stieß ich auf ein unnötiges, misogynes Zitat im Buch:
„Nimm einfach einen Rock, der deine Großmutter nicht in Ohnmacht fallen lässt und ein Paar Schuhe, in denen sie nicht aussieht, wie eine N*tte.“ (S. 317f.)
-> diesen Satz hat Daisys Freundin an Levi gerichtet, der Klamotten für Daisy aus ihrem Schrank aussuchen sollte. Slutshaming sollte auch nicht für eine „humoristische“ Äußerung verwendet werden, weil dann ist sie – Überraschung – nicht witzig, sondern daneben.
Die Charaktere: Daisys konnte mich als Protagonistin leider nicht überzeugen. Sie hatte für mich viele Merkmale eines Pick-Me-Girls, was ich unglaublich schade fand. Ihre Selbstzweifel möchte ich keinesfalls abtun, jedoch hätten ihre Unsicherheiten auch anders angebracht werden können, ohne ständig zu betonen, dass eine Frau wie sie keiner lieben könnte (z.B. S. 383) und sie ständig die Bestätigung von Levi brauchte, um sich wertvoll zu fühlen. Auch mit Levi hatte ich meine Probleme. Er wurde durch die Erzählweise als der perfekte Partner beschrieben und eindeutig auf ein Podest gehoben. Jedoch hätte ich mir noch mehr gute Taten gewünscht, anstatt immer nur zu hören, wie toll er doch sei. Ich möchte Charaktere fühlen können, um mir eine eigene Meinung bilden zu können und nicht ständig erklärt bekommen, wie sie sind. Seinen Beschützerinstinkt fand ich ebenfalls übertrieben. Dennoch muss ich sagen, dass ich Levis Schwestern und auch die Freundesgruppe von Daisy sehr gerne mochte. Diese konnten mir an einigen Stellen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Fazit: Ich bin mir ganz sicher, dass diese Geschichte das richtige Publikum finden wird – mich konnte sie nur leider aufgrund der oben genannten Kritikpunkte nicht überzeugen. Ich kann hier leider nur 2/5 Sternen vergeben, die mir echt nicht leichtfallen.
Das Cover: Es ist sehr niedlich und verspielt. Der ausgewählte Bildausschnitt gefällt mir und es hebt sich aufgrund des Illustrationsstils ein wenig von den anderen Covern in seinem Genre ab. Jedoch fehlen mir ein paar Kontraste.
Die Handlung: Als Daisy plötzlich wieder ihrer Jugendliebe Levi gegenübersteht könnte sie überraschter nicht sein. Als Levi sie dann auch noch fragt, ob sie auf einer Hochzeit seine Fake-Freundin spielen möchte, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Doch entgegen aller Widerstände stimmt sie dem Angebot zu, obwohl Levi ihre Gefühle von damals nie erwiderte und es auch bis heute nicht tut. Oder etwa doch?
Meine Meinung: Ich hätte diese Geschichte so gerne geliebt, da sie vielversprechend und cozy klang, doch leider konnte das Buch mich nicht an die Seiten fesseln und auch die Charaktere überzeugten mich nicht. Positiv hervorheben möchte ich jedoch die Clique, die Daisy in ihrem Studiengang gefunden hat, da die gemeinsamen Szenen mit ihren Modedesign-Freundinnen wirklich sehr niedlich und auch lustig waren. Doch abseits davon habe ich leider viele Kritikpunkte. Die Geschichte wird mit einer Hochzeit beworben – einer meiner liebsten Schauorte in Büchern. Doch diese äußerst wichtige Hochzeit, auf die alles aufbaut, wird nur in Rückblenden erzählt und in zwei kurzen Sätzen abgespeist, was ich sehr schade fand. Besonders stilistisch hatte ich meine Probleme mit dem Roman. Die Autorin verwendet oft die gleichen äußerlichen Beschreibungen für Charaktere und nutzt diese über das gesamte Buch. Es wirkte dadurch unglaublich repetitiv und hätte eigentlich im Lektorat auffallen müssen. Auch erzählt und erklärt die Autorin unglaublich viele zwischenmenschlichen Situationen zwischen Levi und Daisy, anstatt die Gefühle den Lesenden in einer gelungenen Erzählweise zu vermitteln und fühlen zu lassen. Auch Levis Sprache war mir an vielen Stellen zu gewollt poetisch, sodass sie eher seltsam hölzern klang. Ebenso stieß ich auf ein unnötiges, misogynes Zitat im Buch:
„Nimm einfach einen Rock, der deine Großmutter nicht in Ohnmacht fallen lässt und ein Paar Schuhe, in denen sie nicht aussieht, wie eine N*tte.“ (S. 317f.)
-> diesen Satz hat Daisys Freundin an Levi gerichtet, der Klamotten für Daisy aus ihrem Schrank aussuchen sollte. Slutshaming sollte auch nicht für eine „humoristische“ Äußerung verwendet werden, weil dann ist sie – Überraschung – nicht witzig, sondern daneben.
Die Charaktere: Daisys konnte mich als Protagonistin leider nicht überzeugen. Sie hatte für mich viele Merkmale eines Pick-Me-Girls, was ich unglaublich schade fand. Ihre Selbstzweifel möchte ich keinesfalls abtun, jedoch hätten ihre Unsicherheiten auch anders angebracht werden können, ohne ständig zu betonen, dass eine Frau wie sie keiner lieben könnte (z.B. S. 383) und sie ständig die Bestätigung von Levi brauchte, um sich wertvoll zu fühlen. Auch mit Levi hatte ich meine Probleme. Er wurde durch die Erzählweise als der perfekte Partner beschrieben und eindeutig auf ein Podest gehoben. Jedoch hätte ich mir noch mehr gute Taten gewünscht, anstatt immer nur zu hören, wie toll er doch sei. Ich möchte Charaktere fühlen können, um mir eine eigene Meinung bilden zu können und nicht ständig erklärt bekommen, wie sie sind. Seinen Beschützerinstinkt fand ich ebenfalls übertrieben. Dennoch muss ich sagen, dass ich Levis Schwestern und auch die Freundesgruppe von Daisy sehr gerne mochte. Diese konnten mir an einigen Stellen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Fazit: Ich bin mir ganz sicher, dass diese Geschichte das richtige Publikum finden wird – mich konnte sie nur leider aufgrund der oben genannten Kritikpunkte nicht überzeugen. Ich kann hier leider nur 2/5 Sternen vergeben, die mir echt nicht leichtfallen.