Als Gemeinschaft alles schaffen
Mit „Pina fällt aus“ hat die Autorin Vera Zischke nach „Ava liebt noch“ ihren zweiten Roman veröffentlicht.
Pina ist alleinerziehende und pflegende Mutter. Sie hat ihr Leben komplett auf ihren 20-jährigen, autistischen Sohn Leo ausgerichtet. Da Leo feste Routinen braucht und auf Unterstützung im Alltag angewiesen ist, bleibt Pina wenig Zeit für sich selbst. Sie selbst erfährt dabei nur geringfügig Unterstützung; ihr Vater weiß mit seinem Enkel nichts anzufangen und Zeit für Freund:innenschaften hat die Mitte 40-jährige auch nicht. Der einzige Mensch in ihrem Leben, der einer Bezugsperson nahe kommt ist die 86-jährige Inge, welche im selben Mehrfamilienhaus wohnt und für die Pina regelmäßig Einkäufe erledigt. Als Pina jedoch eines Tages nicht vom Einkaufen zurückkehrt gerät ihre und Leos Welt komplett aus den Fugen…
Das Beste an diesem Roman war für mich Vera Zischkes Schreibstil. Man merkt, dass die Autorin ein Händchen für Worte und Formulierungen hat. Klar und eindringlich, sowie stellenweise poetisch trifft sie den Nagel auf den Kopf.
Die unterschiedlichen Figuren wirkten einzeln betrachtet durchaus authentisch, dennoch blieben sie auf emotionaler Ebene eher blass und distanziert.
Die Handlung wirkte für meinen Geschmack stellenweise leider zu inszeniert und unrealistisch, was der Geschichte die Ernsthaftigkeit am Thema genommen hat. Trotz der schweren Thematik ist die Handlung durch seine Leichtigkeit gut zugänglich und macht es sicherlich auch für viele Leser:innen ansprechend.
„Pina fällt aus“ ist ein kluger und wichtiger Roman über Themen, denen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Die Care-Arbeit der Mutter mit allem, was mit ihr steht und fällt steht hier klar im Fokus, ebenso wie der Zusammenhalt einer Gemeinschaft, in der jede:r seine eigenen Stärken und Schwächen mitbringt.
Insgesamt hätte ich mir aber schon etwas mehr Lebensrealität gewünscht. Einige Szenarios wirkten einfach zu „drüber“ und auch die Darstellung des Krankenhausalltags (Intensivstation) wirkte eher wie durch eine rosarote Brille betrachtet, als an der Realität orientiert.
Pina ist alleinerziehende und pflegende Mutter. Sie hat ihr Leben komplett auf ihren 20-jährigen, autistischen Sohn Leo ausgerichtet. Da Leo feste Routinen braucht und auf Unterstützung im Alltag angewiesen ist, bleibt Pina wenig Zeit für sich selbst. Sie selbst erfährt dabei nur geringfügig Unterstützung; ihr Vater weiß mit seinem Enkel nichts anzufangen und Zeit für Freund:innenschaften hat die Mitte 40-jährige auch nicht. Der einzige Mensch in ihrem Leben, der einer Bezugsperson nahe kommt ist die 86-jährige Inge, welche im selben Mehrfamilienhaus wohnt und für die Pina regelmäßig Einkäufe erledigt. Als Pina jedoch eines Tages nicht vom Einkaufen zurückkehrt gerät ihre und Leos Welt komplett aus den Fugen…
Das Beste an diesem Roman war für mich Vera Zischkes Schreibstil. Man merkt, dass die Autorin ein Händchen für Worte und Formulierungen hat. Klar und eindringlich, sowie stellenweise poetisch trifft sie den Nagel auf den Kopf.
Die unterschiedlichen Figuren wirkten einzeln betrachtet durchaus authentisch, dennoch blieben sie auf emotionaler Ebene eher blass und distanziert.
Die Handlung wirkte für meinen Geschmack stellenweise leider zu inszeniert und unrealistisch, was der Geschichte die Ernsthaftigkeit am Thema genommen hat. Trotz der schweren Thematik ist die Handlung durch seine Leichtigkeit gut zugänglich und macht es sicherlich auch für viele Leser:innen ansprechend.
„Pina fällt aus“ ist ein kluger und wichtiger Roman über Themen, denen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Die Care-Arbeit der Mutter mit allem, was mit ihr steht und fällt steht hier klar im Fokus, ebenso wie der Zusammenhalt einer Gemeinschaft, in der jede:r seine eigenen Stärken und Schwächen mitbringt.
Insgesamt hätte ich mir aber schon etwas mehr Lebensrealität gewünscht. Einige Szenarios wirkten einfach zu „drüber“ und auch die Darstellung des Krankenhausalltags (Intensivstation) wirkte eher wie durch eine rosarote Brille betrachtet, als an der Realität orientiert.