Authentisch und gefühlvoll!
Wer entscheidet eigentlich, was „normal“ ist und was passiert, wenn Care-Arbeit plötzlich nicht mehr stillschweigend von einer einzelnen Frau getragen wird? Genau diesen Fragen geht Vera Zischke in ihrem Roman „Pina fällt aus“ nach.
Die Autorin, selbst pflegende Mutter, erzählt von einer Hausgemeinschaft, die plötzlich Verantwortung übernehmen muss: Leo, ein Junge mit Autismus, bleibt allein zurück, als seine Mutter ins Krankenhaus kommt. Drei Nachbar:innen, die sich kaum kannten, werden dabei unfreiwillig zu einem Team und Leo zur verbindenden Kraft.
Besonders gelungen sind die originell gezeichneten Figuren, die sofort Interesse wecken und in ihrem Verhalten durchweg glaubwürdig und stimmig bleiben. Ihre Unsicherheiten, Brüche und offenen Fragen treten nach und nach deutlicher hervor und verleihen der Handlung eine wachsende Tiefe und Spannung.
Zischkes Schreibstil ist ruhig und bildhaft. Das Setting hat stellenweise fast etwas Komisches – diese feine Situationskomik, die einen schmunzeln lässt. Und doch spürt man immer: Hinter jedem Lachen liegt auch ein ernster Kern.
In diesem Buch geht es um Aufopferung und was es bedeutet einen Menschen zu pflegen. Es geht darum, für jemanden das Ganze zu sein und was von einem übrig bleibt, wenn diese lebensfüllende Aufgabe wegfällt. Es geht um Zusammenhalt in einer Welt, in der man oftmals auch gut allein zurechtkommt.
Vor allem aber stellt der Roman die Frage, was „Normalität“ eigentlich bedeutet und warum wir in unserer Gesellschaft so sehr darauf bedacht sind, alles einzuordnen und zu definieren. Vielleicht, so legt das Buch nahe, müssten wir nicht für alles eine Kategorie finden, sondern manches einfach annehmen, wie es ist.
Die Autorin, selbst pflegende Mutter, erzählt von einer Hausgemeinschaft, die plötzlich Verantwortung übernehmen muss: Leo, ein Junge mit Autismus, bleibt allein zurück, als seine Mutter ins Krankenhaus kommt. Drei Nachbar:innen, die sich kaum kannten, werden dabei unfreiwillig zu einem Team und Leo zur verbindenden Kraft.
Besonders gelungen sind die originell gezeichneten Figuren, die sofort Interesse wecken und in ihrem Verhalten durchweg glaubwürdig und stimmig bleiben. Ihre Unsicherheiten, Brüche und offenen Fragen treten nach und nach deutlicher hervor und verleihen der Handlung eine wachsende Tiefe und Spannung.
Zischkes Schreibstil ist ruhig und bildhaft. Das Setting hat stellenweise fast etwas Komisches – diese feine Situationskomik, die einen schmunzeln lässt. Und doch spürt man immer: Hinter jedem Lachen liegt auch ein ernster Kern.
In diesem Buch geht es um Aufopferung und was es bedeutet einen Menschen zu pflegen. Es geht darum, für jemanden das Ganze zu sein und was von einem übrig bleibt, wenn diese lebensfüllende Aufgabe wegfällt. Es geht um Zusammenhalt in einer Welt, in der man oftmals auch gut allein zurechtkommt.
Vor allem aber stellt der Roman die Frage, was „Normalität“ eigentlich bedeutet und warum wir in unserer Gesellschaft so sehr darauf bedacht sind, alles einzuordnen und zu definieren. Vielleicht, so legt das Buch nahe, müssten wir nicht für alles eine Kategorie finden, sondern manches einfach annehmen, wie es ist.