Berührender Roman über Autismus, eine pflegende Mutter und eine Hausgemeinschaft mit ungeahnten Stärken

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gwendolyn22 Avatar

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"Wir wissen alle, dass es ein Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen. Bei Kindern wie Leo braucht es eine Stadt." (Aus der Danksagung)

Nach Vera Zischkes Debütroman "Ava liebt noch", den ich wirklich sehr beeindruckend fand, wollte ich auch unbedingt ihr neues Buch lesen. Von der ersten Seite an hielt es mich gefangen, wusste ich doch nicht, was mich hier erwartete. Nachdem die alleinerziehende Pina einen Magendurchbruch erleidet und im Krankenhaus ist, kümmert sich niemand um ihren 20jährigen autistischen Sohn Leo. Die skurrile Hausgemeinschaft, von der Schulabbrecherin Zola bis zur älteren Dame Inge, die eigentlich gar nicht mehr ihre Wohnung verlässt, sind nun alle gefordert.
Mit viel Wärme und gestochen scharfem Blick beschreibt Zischke die Prozesse in der Hausgemeinschaft, die kleinen und großen Veränderungen, die die neue Situation mit sich bringt. Tatsächlich bringt Leo alle dazu, über sich hinauszuwachsen.

Mich hat der Roman tief bewegt und er hinterlässt einen großen Nachhall. Ich liebe den Schreibstil und empfehle das Buch von Herzen. Diese Story ist so dicht, nah und echt, dass sie mich sehr berührt hat!