Der Alptraum Alleinerziehender

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Für Pina und ihren Sohn Leo wird der Alptraum alleinerziehender Eltern Wirklichkeit. Pina liegt schwerkrank im Krankenhaus und Leo ist allein. Erschwerend ist, dass Leo behindert ist und nicht alleine für sich sorgen kann.
Und ab hier wird die Geschichte magisch, denn so allein ist Leo nicht. Denn in Pinas und Leos Mietshaus leben ganz besondere Menschen – eigentlich sind die völlig normal mit ihren eigenen Problemen wie z.B. die alte Dame Inge Russeck, die ihre Wohnung nicht mehr verlässt (aus Angst zu stürzen) oder Wojtek, der Kunst sammelt aber dies nur macht, weil er an der Händlerin interessiert ist und die junge Zola, die die Schule abgebrochen hat. Diese drei beginnen sich um Leo zu kümmern und merken immer mehr, dass ihre Hilfe auch ihnen hilft. Das Schöne ist, dass die Geschichte frei von Pathos oder kitschigen Gefühlen geschrieben ist und dass jeder der drei Helfer für Leo zu Wort kommt. Und diese völlig normale Art, wie sie den Alltag und die Herausforderungen beschreiben. Auch wie die drei von Hausbewohnern über Mitstreiter zu freunden werden, ist unglaublich schön beschrieben. Aber alles ganz normal.