Die Welt passend machen
Es ist doch selbstverständlich, dass eine Mutter rund um die Uhr und in jeder Situation für ihr Kind da ist und sich 24/7 bis zur Selbstaufgabe kümmert. Doch Pinas Sohn Leo, um den es hier geht, ist kein Kleinkind mehr, sondern 20 Jahre alt und neurodivergent. Was das Leben im Autismus-Spektrum bedeutet, erlebt Pina aus nächster Nähe, ihre Umwelt jedoch nur aus der Distanz. Bis Pina eines Tages mitten auf der Straße zusammenbricht und für längere Zeit ausfällt.
Mit Pinas Ausfall wird der größte Albtraum einer jeden pflegenden Person wahr: Was passiert mit Leo, der nun ganz allein dasteht? Aber tut er das wirklich?
Es hätte eine Geschichte über eine Mutter am Rand des Belastbaren werden können, eine Story über einen jungen Mann, der in seiner ganz eigenen Welt lebt. Aber was für mich die wirklich überwältigende Essenz dieser warmherzigen Erzählung beim Lesen war, ist der enorme freiwillige Zusammenhalt einer Gemeinschaft, die sich bis dahin überhaupt nicht als Gemeinschaft begriffen hatte.
Der Weg dorthin, die Entwicklungen, der Ruck, den sich der oder die eine geben muss, und das langsame und lange unbemerkte Zusammenwachsen sind behutsam und mit liebevoller Wärme zu den Charakteren geschildert. Jede der durchaus kantigen Figuren bekommt ausreichend Zeit zugestanden, das eigene Verhalten zu reflektieren und aus der Notwendigkeit heraus Verbindungen zu den anderen aufzubauen. Denn dass Verantwortung für Leo übernommen werden muss, ist für alle selbstverständlich, und so treten sie Schritt für Schritt ins unbekannte, aber eigentlich gar nicht so fremde Leoversum. Ich habe es beim Lesen geliebt, die schleichenden Veränderungen lächelnd zu verfolgen. Vor alle mochte ich die durch und durch positive Botschaft der Geschichte, wie aus einer Truppe schräger Vögel auf einmal ein WIR entsteht. Trotz aller Schwere des Grundthemas schenkt uns die Autorin mit dieser Geschichte auch leichte, heitere Momente des gemeinsamen Lachens und des Zusammenhalts.
Ein Herzensroman und Lieblingsbuch voller Wärme, für das ich eine klare Leseempfehlung ausspreche.
Mit Pinas Ausfall wird der größte Albtraum einer jeden pflegenden Person wahr: Was passiert mit Leo, der nun ganz allein dasteht? Aber tut er das wirklich?
Es hätte eine Geschichte über eine Mutter am Rand des Belastbaren werden können, eine Story über einen jungen Mann, der in seiner ganz eigenen Welt lebt. Aber was für mich die wirklich überwältigende Essenz dieser warmherzigen Erzählung beim Lesen war, ist der enorme freiwillige Zusammenhalt einer Gemeinschaft, die sich bis dahin überhaupt nicht als Gemeinschaft begriffen hatte.
Der Weg dorthin, die Entwicklungen, der Ruck, den sich der oder die eine geben muss, und das langsame und lange unbemerkte Zusammenwachsen sind behutsam und mit liebevoller Wärme zu den Charakteren geschildert. Jede der durchaus kantigen Figuren bekommt ausreichend Zeit zugestanden, das eigene Verhalten zu reflektieren und aus der Notwendigkeit heraus Verbindungen zu den anderen aufzubauen. Denn dass Verantwortung für Leo übernommen werden muss, ist für alle selbstverständlich, und so treten sie Schritt für Schritt ins unbekannte, aber eigentlich gar nicht so fremde Leoversum. Ich habe es beim Lesen geliebt, die schleichenden Veränderungen lächelnd zu verfolgen. Vor alle mochte ich die durch und durch positive Botschaft der Geschichte, wie aus einer Truppe schräger Vögel auf einmal ein WIR entsteht. Trotz aller Schwere des Grundthemas schenkt uns die Autorin mit dieser Geschichte auch leichte, heitere Momente des gemeinsamen Lachens und des Zusammenhalts.
Ein Herzensroman und Lieblingsbuch voller Wärme, für das ich eine klare Leseempfehlung ausspreche.