Ein Plädoyer für Inklusion
"Pina fällt aus" von Vera Zischke hat mich sehr berührt!
Leo ist besonders, denn er ist Autist. Als Pina, die Mutter von Leo, auf der Straße zusammenbricht, ist Leo allein. Pina macht sich im Krankenaus auf der Intensivstation in wachen Momenten große Sorgen um Leo. Wie soll er auf sich selbst gestellt zurechtkommen? Sie will nur noch nach Hause. . Leo ist zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs bei der 87-jährigen Inge, die das Haus nicht mehr verlässt und manchmal auf Leo "aufpasst". Sie ist überfordert, denn im Haus gibt es außer ihr nur noch Zola und Wojtek. Zola ist 16 Jahre alt, hat die Schule abgebrochen, Wojtek ist ein Sonderling. Trotzdem kümmern sich alle gemeinsam um Leo, obwohl sie erst lernen müssen, mit seinen Besonderheiten umzugehen. Und nach und nach beginnen sie alle, Leo zu mögen und zu brauchen, integrierenihn in ihr Leben.
Der Roman lässt sich fast in einem Rutsch durchlesen. Wir lernen die Perspektiven und Gefühle der Protagonist*innen nach und nach kennen und begleiten sie und Leo durch den Alltag. Leo vermisst seine Mutsch und ist traurig. Zola möchte eigentlich lieber zocken, kümmert sich aber rührend um Leo und versteht immer mehr, wie er "tickt". Zola war mir sehr sympathisch, sie hat einen guten Kern, den sie selbst garnicht kennt. Auch in Inge, die immer noch um ihren Mann trauert, konnte ich mich gut einfühlen. Wojtek dagegen ist zwar auch ein interessanter Charakter, blieb mir allerdings etwas fremd. Zischke beschreibt sehr einfühlsam den Umgang mit Menschen mit Einschränkungen, das Wegschauen vieler Menschen, Zitat "Inklusion, das ist immer das, worum sich die anderen kümmern müssen" Das Thema Autismus wird gut bechrieben und hat mich an den Film "Rain Man" erinnert, der auch zeigt, was für liebenswerte Menschen Personen mit Einschränkungen sind. Gleichzeitig beschreibt Zischke aber auch, was häusliche Pflege für Angehörige bedeutet und welchen Belastungen Pflegepersonal in Krankenhäusern ausgesetzt ist (und dabei trotzdem mit viel Herz diese Arbeit ausfüllt). Aber man darf beim Lesen trotz des ernsten Themas auch schmunzeln, z.B. bei der Beschreibung der Charaktere durch Leo.. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, flüssig und lebensnah.
Der Roman ist ein Plädoyer für Inklusion, gegen Wegschauen und den Pflegeberuf gleichzeitig. Er weckt Verständnis und rüttelt auf. Ich kann den Roman auf jeden Fall weiterempfehlen, nicht nur an Lesende aus Pflege- oder Sozialberufen!
Leo ist besonders, denn er ist Autist. Als Pina, die Mutter von Leo, auf der Straße zusammenbricht, ist Leo allein. Pina macht sich im Krankenaus auf der Intensivstation in wachen Momenten große Sorgen um Leo. Wie soll er auf sich selbst gestellt zurechtkommen? Sie will nur noch nach Hause. . Leo ist zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs bei der 87-jährigen Inge, die das Haus nicht mehr verlässt und manchmal auf Leo "aufpasst". Sie ist überfordert, denn im Haus gibt es außer ihr nur noch Zola und Wojtek. Zola ist 16 Jahre alt, hat die Schule abgebrochen, Wojtek ist ein Sonderling. Trotzdem kümmern sich alle gemeinsam um Leo, obwohl sie erst lernen müssen, mit seinen Besonderheiten umzugehen. Und nach und nach beginnen sie alle, Leo zu mögen und zu brauchen, integrierenihn in ihr Leben.
Der Roman lässt sich fast in einem Rutsch durchlesen. Wir lernen die Perspektiven und Gefühle der Protagonist*innen nach und nach kennen und begleiten sie und Leo durch den Alltag. Leo vermisst seine Mutsch und ist traurig. Zola möchte eigentlich lieber zocken, kümmert sich aber rührend um Leo und versteht immer mehr, wie er "tickt". Zola war mir sehr sympathisch, sie hat einen guten Kern, den sie selbst garnicht kennt. Auch in Inge, die immer noch um ihren Mann trauert, konnte ich mich gut einfühlen. Wojtek dagegen ist zwar auch ein interessanter Charakter, blieb mir allerdings etwas fremd. Zischke beschreibt sehr einfühlsam den Umgang mit Menschen mit Einschränkungen, das Wegschauen vieler Menschen, Zitat "Inklusion, das ist immer das, worum sich die anderen kümmern müssen" Das Thema Autismus wird gut bechrieben und hat mich an den Film "Rain Man" erinnert, der auch zeigt, was für liebenswerte Menschen Personen mit Einschränkungen sind. Gleichzeitig beschreibt Zischke aber auch, was häusliche Pflege für Angehörige bedeutet und welchen Belastungen Pflegepersonal in Krankenhäusern ausgesetzt ist (und dabei trotzdem mit viel Herz diese Arbeit ausfüllt). Aber man darf beim Lesen trotz des ernsten Themas auch schmunzeln, z.B. bei der Beschreibung der Charaktere durch Leo.. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, flüssig und lebensnah.
Der Roman ist ein Plädoyer für Inklusion, gegen Wegschauen und den Pflegeberuf gleichzeitig. Er weckt Verständnis und rüttelt auf. Ich kann den Roman auf jeden Fall weiterempfehlen, nicht nur an Lesende aus Pflege- oder Sozialberufen!