Ein wunderbares Buch über Zusammenhalt

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Pina Luxen wird gebraucht. Als alleinerziehende Mutter muss sie funktionieren, auch wenn ihr Sohn Leo schon 20 Jahre alt ist. Aber der junge Mann ist ein Autist und nur seine Mutsch weiß, wie die alltäglichen Abläufe bei ihm sind und auch sein müssen, damit er sich wohlfühlt. 
Einmal pro Woche bleibt Leo bei Inge, der Nachbarin für die Pina dann mit einkaufen geht, wenn sie sowieso die Einkäufe für sich und Leo erledigt. Bei einem dieser Ausflüge vom Einkaufen zurück passiert es dann und Pina bricht auf der Straße zusammen. Nun liegt sie auf der Intensivstation und kann nicht für Leo da sein. 
Die Nachbarn sind überfordert, denn sie wissen nicht, wer noch zur Familie gehört und wen sie benachrichtigen können. So wissen sie auch nicht, wer für Leo zuständig ist. Nur sie selber können es ja wohl nicht sein. 
Doch je länger sie mit Leo zu tun haben und eben doch machen, was getan werden muss, umso mehr schließen sie Leo in ihre Herzen. Da sind einmal Inge, die schon älter ist und nichts mehr vom Leben erwartet. Dann ist da Zola, die 16 jährige Tochter des Vermieters, die in den Tag hinein lebt und nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Und zuletzt Wojtek, der im Home-Office ist und allgemein sehr zurückgezogen lebt. Diese Truppe kümmert sich um Leo und nach und nach lernen sie ihn und seine Bedürfnisse besser kennen. 

Ich hatte gar nicht so richtig hohe Erwartungen an dieses Buch, aber es lässt mich einfach nur begeistert zurück. Man erfährt immer von unterschiedlichen Protagonisten ein Stück des weiteren Verlaufs in der Geschichte. Dadurch lernt man die Menschen immer besser kennen und hat ein Stück weit das Gefühl, dass man mit dabei ist. Das ist ein tolles Gefühl, weil man eben auch Leo immer mehr in sein Herz schließt. Bei mir kommt noch hinzu, dass mir die Stadt sehr vertraut ist, in der das Buch spielt. So kam ich gefühlt noch mehr in der Geschichte an. Es ist ein tolles Buch, das man selber erleben muss und ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.