Gesellschaftskritischer Roman
Auch wenn das Umfallen von Pina, der Titelgeberin des Romans, alles auslöst, so ist doch eigentlich Leo, ihr zwanzigjähriger Sohn, der eine Form von Autismus hat, der Dreh- und Angelpunkt der Story. Pina ist Mitte Vierzig und kümmert sich neben ihrer Berufstätigkeit um Leo und als sie ins Krankenhaus kommt, ist Leo alleine auf sich gestellt, dessen Alltag festen Regeln unterliegt.
Ich bekomme als Leserin sehr schnell ein Gefühl für Pinas Welt und die von Leo. Als drei der Hausbewohner für sich realisieren, dass Leo anscheinend keinen anderen Menschen außer Pina hat und die Polizei oder andere Institutionen seine Situation nicht im Blick haben, beginnen sie zunächst zögernd und teils widerwillig sich zu kümmern. Wie kümmert man sich aber um jemanden, der sich einem nur auf spezielle Art mitteilt? Alle drei, die alte Inge, eine Frau, die das Haus seit Ewigkeiten nicht verlassen hat, Wojtek, der im Homeoffice sozial isoliert lebt und Zola, die Schulabbrecherin, die sich von der Welt alleine gelassen fühlt. Das besondere im Roman ist, dass die Erzählperspektiven sich abwechseln zwischen den drei Hausbewohnern, Pina und einem Krankenpfleger, so erfahre ich stückchenweise mehr von den einzelnen Personen, ihrer Sichtweise und auch vom Fortgang der Geschichte.
Ich mag den Sprachstil, der sich für mich gefühlt ändert, sobald der Fokus auf einer anderen Person liegt und die Wortwahl sich dem Alter anpasst. Die Geschichte hat mich begeistert, denn ,obwohl sie ungeschönt zeigt wie schlecht Menschen in unserer Gesellschaft aufgefangen werden, welchen Dschungel es an Vorschriften seitens Behörden etc. gibt, liegt eine "Leichtigkeit" in der Luft, denn manches wird ad absurdum geführt. Leo hat mich zum Lachen gebracht, gerade in den Momenten, die für die unmittelbar betroffenen Menschen, bestimmt besonders anstrengend waren. "Leo Luxen, Mann von Welt" , das ist eines meiner Lieblingssprüche von ihm und nicht nur ich habe ihn in mein Herz geschlossen.
Im Nachwort hat die Autorin ganz klar gemacht, dass sie sich wünscht, dass wir den Menschen, die keine Stimme haben, eine Stimme geben. Eine Botschaft, die hoffentlich bei vielen Menschen ankommt.
Mir wird das Buch auf jeden Fall lange in Erinnerung bleiben und ich hoffe, dass die Autorin Zeit findet ein weiteres Buch zu schreiben.
Fünf Sterne
Ich bekomme als Leserin sehr schnell ein Gefühl für Pinas Welt und die von Leo. Als drei der Hausbewohner für sich realisieren, dass Leo anscheinend keinen anderen Menschen außer Pina hat und die Polizei oder andere Institutionen seine Situation nicht im Blick haben, beginnen sie zunächst zögernd und teils widerwillig sich zu kümmern. Wie kümmert man sich aber um jemanden, der sich einem nur auf spezielle Art mitteilt? Alle drei, die alte Inge, eine Frau, die das Haus seit Ewigkeiten nicht verlassen hat, Wojtek, der im Homeoffice sozial isoliert lebt und Zola, die Schulabbrecherin, die sich von der Welt alleine gelassen fühlt. Das besondere im Roman ist, dass die Erzählperspektiven sich abwechseln zwischen den drei Hausbewohnern, Pina und einem Krankenpfleger, so erfahre ich stückchenweise mehr von den einzelnen Personen, ihrer Sichtweise und auch vom Fortgang der Geschichte.
Ich mag den Sprachstil, der sich für mich gefühlt ändert, sobald der Fokus auf einer anderen Person liegt und die Wortwahl sich dem Alter anpasst. Die Geschichte hat mich begeistert, denn ,obwohl sie ungeschönt zeigt wie schlecht Menschen in unserer Gesellschaft aufgefangen werden, welchen Dschungel es an Vorschriften seitens Behörden etc. gibt, liegt eine "Leichtigkeit" in der Luft, denn manches wird ad absurdum geführt. Leo hat mich zum Lachen gebracht, gerade in den Momenten, die für die unmittelbar betroffenen Menschen, bestimmt besonders anstrengend waren. "Leo Luxen, Mann von Welt" , das ist eines meiner Lieblingssprüche von ihm und nicht nur ich habe ihn in mein Herz geschlossen.
Im Nachwort hat die Autorin ganz klar gemacht, dass sie sich wünscht, dass wir den Menschen, die keine Stimme haben, eine Stimme geben. Eine Botschaft, die hoffentlich bei vielen Menschen ankommt.
Mir wird das Buch auf jeden Fall lange in Erinnerung bleiben und ich hoffe, dass die Autorin Zeit findet ein weiteres Buch zu schreiben.
Fünf Sterne