Haus voller Herz
Nach meiner großen Begeisterung für „Ava liebt noch“ bin ich mit ein klein wenig skeptisch an „Pina fällt aus“ herangegangen. Meine Sorge bestand vor allem darin, ob dieses Buch mithalten kannst und die Antwort ist ein klares: Ja!
Vera Zischke entführt uns in eine Hausgemeinschaft in der Hansastraße, die auf den ersten Blick vor allem eines ist: skurril. Die Bewohner wirken eigen, ein bisschen verschroben. Doch genau darin liegt die Stärke dieses Romans, denn je tiefer man eintaucht, desto mehr bröckelt dieser erste Eindruck. Hinter jeder Besonderheit steckt eine Geschichte, hinter jeder Eigenart ein Gefühl, das plötzlich ganz nah und verständlich wirkt.
Im Zentrum steht Leo, ein autistischer Jugendlicher, der mit seiner Mutter Pina in einer Wohnung innerhalb der Hausgemeinschaft lebt. Als Pina unerwartet ausfällt und ins Krankenhaus muss, wird die Hausgemeinschaft vor eine Herausforderung gestellt - Wer kümmert sich nun um Leo? Was zunächst Überforderung auslöst, entwickelt sich nach und nach zu etwas sehr Berührendem. Die Bewohner wachsen über sich hinaus, begegnen Leo - und letztlich auch sich selbst - mit immer mehr Offenheit, Geduld und Wärme.
Dabei erzählt der Roman nicht nur von Leo, sondern vor allem von den Menschen um ihn herum. Von Unsicherheiten im Umgang mit Autismus, von Vorurteilen, aber auch von der Fähigkeit, diese zu überwinden. Es geht um Inklusion im besten Sinne, nämlich als gelebte Menschlichkeit im Alltag. Um das Bemühen, Barrieren abzubauen und einander wirklich zu sehen.
Der Schreibstil ist dabei sanft, emotional und zugleich wunderbar zugänglich. Die Autorin schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, in der man sich sofort aufgehoben fühlt. Auch wenn manche Szenen vielleicht etwas zugespitzt wirken, bleibt die Geschichte in ihrer Wirkung authentisch, insbesondere weil sie so viel Herz hat.
Besonders schön ist, dass die Figuren ausnahmslos an Herz wachsen. Selbst Charaktere, die zunächst schwierig erscheinen (z. B. der Busfahrer Harry) gewinnen an Tiefe und Sympathie.
„Pina fällt aus“ ist ein warmherziger Roman über Gemeinschaft, Verständnis und das leise Glück, wenn Menschen aufeinander zugehen. Ein Buch, das berührt, nachklingt und den Wunsch weckt, selbst Teil dieser Hausgemeinschaft zu sein.
Vera Zischke entführt uns in eine Hausgemeinschaft in der Hansastraße, die auf den ersten Blick vor allem eines ist: skurril. Die Bewohner wirken eigen, ein bisschen verschroben. Doch genau darin liegt die Stärke dieses Romans, denn je tiefer man eintaucht, desto mehr bröckelt dieser erste Eindruck. Hinter jeder Besonderheit steckt eine Geschichte, hinter jeder Eigenart ein Gefühl, das plötzlich ganz nah und verständlich wirkt.
Im Zentrum steht Leo, ein autistischer Jugendlicher, der mit seiner Mutter Pina in einer Wohnung innerhalb der Hausgemeinschaft lebt. Als Pina unerwartet ausfällt und ins Krankenhaus muss, wird die Hausgemeinschaft vor eine Herausforderung gestellt - Wer kümmert sich nun um Leo? Was zunächst Überforderung auslöst, entwickelt sich nach und nach zu etwas sehr Berührendem. Die Bewohner wachsen über sich hinaus, begegnen Leo - und letztlich auch sich selbst - mit immer mehr Offenheit, Geduld und Wärme.
Dabei erzählt der Roman nicht nur von Leo, sondern vor allem von den Menschen um ihn herum. Von Unsicherheiten im Umgang mit Autismus, von Vorurteilen, aber auch von der Fähigkeit, diese zu überwinden. Es geht um Inklusion im besten Sinne, nämlich als gelebte Menschlichkeit im Alltag. Um das Bemühen, Barrieren abzubauen und einander wirklich zu sehen.
Der Schreibstil ist dabei sanft, emotional und zugleich wunderbar zugänglich. Die Autorin schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, in der man sich sofort aufgehoben fühlt. Auch wenn manche Szenen vielleicht etwas zugespitzt wirken, bleibt die Geschichte in ihrer Wirkung authentisch, insbesondere weil sie so viel Herz hat.
Besonders schön ist, dass die Figuren ausnahmslos an Herz wachsen. Selbst Charaktere, die zunächst schwierig erscheinen (z. B. der Busfahrer Harry) gewinnen an Tiefe und Sympathie.
„Pina fällt aus“ ist ein warmherziger Roman über Gemeinschaft, Verständnis und das leise Glück, wenn Menschen aufeinander zugehen. Ein Buch, das berührt, nachklingt und den Wunsch weckt, selbst Teil dieser Hausgemeinschaft zu sein.