Realistisch und ehrlich

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elina Avatar

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Das Buch "Pina fällt aus" von Vera Zischke ist eine ruhige und nachdenkliche Geschichte. Es geht darum, was passiert, wenn eine Mutter plötzlich ausfällt und ihr Sohn, der auf sie angewiesen ist, nicht mehr allein zurechtkommt.
Leo ist anders als andere Kinder. Er mag das Licht im Kühlschrank und liebt seine Frosties am liebsten, wenn sie ganz matschig sind. Er steht erst auf, wenn in seiner Lavalampe eine grüne Blase aufsteigt.
Als Pina auf der Intensivstation landet, sind es die Nachbarn - eine alte Frau, ein wütendes Mädchen und ein Einsiedler - was diesem Jungen noch bleibt: drei schräge Vögel.

Ich finde das Buch richtig gut. Es zeigt sehr realistisch, wie schwierig das Leben manchmal sein kann.
Die Geschichte entwickelt sich langsam und konzentriert sich vor allem auf Gefühle und Beziehungen. Die Figuren sind lebensnah dargestellt, mit viel Herz und Unsicherheit, auch wenn sie nicht immer sympathisch sind. Beim Lesen habe ich mit den Protagonisten mit gefiebert, gelacht und geweint.

Wer Geschichten mag, die zum Nachdenken anregen und sich mit echten Problemen beschäftigen, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

Das Buch hat großes Potenzial für einen zweiten Teil.