Sehr einfühlsam
Das ist mein erster Roman der Autorin, doch "Ava liebt noch" ist schon auf der Merkliste gelandet.
Wir erleben die alleinerziehende Mutter Pina und ihren zwanzigjährigen Sohn Leo im Alltag. Pina muss sehr geduldig sein, denn bei Leo muss alles seine Ordnung haben. Aufstehen geht erst, wenn die erste Blase in der Lavalampe aufsteigt. Das Frühstück kann er erst dann essen, wenn die Frosties matschig sind. Und auch die Treppe aus dem Haus wird in einer ganz speziellen Art und Weise gegangen. "Mal eben schnell" existiert in Leos Welt nicht.
Pina ist überfordert, allerdings ist sie auch komplett allein mit ihrem Leben. Es gibt die Nachbarin Inge, die ihr Leo an einem Nachmittag in der Woche abnimmt, während Pina ihre Einkäufe erledigt. Ein Feierabendbier mit den Kollegen ist nicht drin. Und es ist kein Ende in Sicht, denn Leo wird nie alleine zurecht kommen können.
Als Pina dann an so einem Einkaufsnachmittag durch ein Ereignis im Krankenhaus landet, das beinahe ihr Leben kostet, ist die Welt aller Beteiligten auf den Kopf gestellt. Pina ist nicht ansprechbar, es gibt keinen Notfallplan und nur weil Leo gerade bei Inge ist, ist im ersten Moment jemand da, als seine Mutsch nicht wie versprochen nach zwei Sendungen zurück ist.
Mir hat dieser Roman wirklich sehr gut gefallen.
Die Nachbarschaft und auch das Personal auf der Intensivstation ist super geschildert, ich hatte alle vor Augen und konnte mit ihnen mitfühlen.
Inge, die nach dem Tod ihres Mannes das Haus nicht mehr verlässt und nun einen Lebensnachweis vorlegen soll als Voraussetzung, ihre Rente weiterhin beziehen zu können. Ihre täglichen Telefonate mit Käthe. um sicherzugehen, dass die andere noch lebt.
Zola, die eigentlich Alina heißt, aber bei ihren Eltern nicht mehr willkommen ist, in einer Wohnung lebt, die ihr Vater für sie bestimmt hat, weil ihm das Mietshaus gehört. Sie hat die Schule verlassen und ihre beste Freundin verloren, und der Ausbildungsplatz, den ihr Vater für sie ausgesucht hat, ist weitab von ihren Interessen.
Wojtek, der sich nur glücklich fühlt, wenn er einen Brief in der Post hat von einer Frau, die ewig weit weg wohnt und ihm Figuren verkauft. Wenn er mit ihr einen Videocall hat, ist er lebendig.
Und nun sollen diese drei schrägen Vögel einen Jungen versorgen, den sie erst mal verstehen sollen?
Eine tolle Geschichte mit vielen Facetten und ein bisschen heiler Welt.
Wir erleben die alleinerziehende Mutter Pina und ihren zwanzigjährigen Sohn Leo im Alltag. Pina muss sehr geduldig sein, denn bei Leo muss alles seine Ordnung haben. Aufstehen geht erst, wenn die erste Blase in der Lavalampe aufsteigt. Das Frühstück kann er erst dann essen, wenn die Frosties matschig sind. Und auch die Treppe aus dem Haus wird in einer ganz speziellen Art und Weise gegangen. "Mal eben schnell" existiert in Leos Welt nicht.
Pina ist überfordert, allerdings ist sie auch komplett allein mit ihrem Leben. Es gibt die Nachbarin Inge, die ihr Leo an einem Nachmittag in der Woche abnimmt, während Pina ihre Einkäufe erledigt. Ein Feierabendbier mit den Kollegen ist nicht drin. Und es ist kein Ende in Sicht, denn Leo wird nie alleine zurecht kommen können.
Als Pina dann an so einem Einkaufsnachmittag durch ein Ereignis im Krankenhaus landet, das beinahe ihr Leben kostet, ist die Welt aller Beteiligten auf den Kopf gestellt. Pina ist nicht ansprechbar, es gibt keinen Notfallplan und nur weil Leo gerade bei Inge ist, ist im ersten Moment jemand da, als seine Mutsch nicht wie versprochen nach zwei Sendungen zurück ist.
Mir hat dieser Roman wirklich sehr gut gefallen.
Die Nachbarschaft und auch das Personal auf der Intensivstation ist super geschildert, ich hatte alle vor Augen und konnte mit ihnen mitfühlen.
Inge, die nach dem Tod ihres Mannes das Haus nicht mehr verlässt und nun einen Lebensnachweis vorlegen soll als Voraussetzung, ihre Rente weiterhin beziehen zu können. Ihre täglichen Telefonate mit Käthe. um sicherzugehen, dass die andere noch lebt.
Zola, die eigentlich Alina heißt, aber bei ihren Eltern nicht mehr willkommen ist, in einer Wohnung lebt, die ihr Vater für sie bestimmt hat, weil ihm das Mietshaus gehört. Sie hat die Schule verlassen und ihre beste Freundin verloren, und der Ausbildungsplatz, den ihr Vater für sie ausgesucht hat, ist weitab von ihren Interessen.
Wojtek, der sich nur glücklich fühlt, wenn er einen Brief in der Post hat von einer Frau, die ewig weit weg wohnt und ihm Figuren verkauft. Wenn er mit ihr einen Videocall hat, ist er lebendig.
Und nun sollen diese drei schrägen Vögel einen Jungen versorgen, den sie erst mal verstehen sollen?
Eine tolle Geschichte mit vielen Facetten und ein bisschen heiler Welt.