Über Herausforderungen und Menschlichkeit

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pusteblümchen Avatar

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In ihrem neuen Roman schreibt die Autorin, die selbst Mutter eines autistischen Kindes ist über das Leben von Pina, eine Mutter, deren Sohn Leo Autist ist.
Leo ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt. Pina kennt seine Welt, weiß was für Leo wichtig ist und worauf es ankommt. Sie ist sehr fürsorglich und inzwischen auch sehr erschöpft. Der Alltag ist einfach anstrengend. Zu ihren Nachbarn Zola, Wojtek und Inge, haben sie und Leo keinen großen Kontakt. Lediglich Inge passt ab und zu auf Leo auf, wenn Pina für sie einkaufen geht. Genau während so eines Einkaufs bricht Pina zusammen und kommt mit einem Magendurchbruch ins Krankenhaus. Niemand weiß, was passiert und nach anfänglicher Konfusion, wachsen die Hausbewohner zu einer Gemeinschaft zusammen.
Die bunte Truppe, die so gar keine Gemeinsamkeiten hat, hat sich während des Lesens in mein Herz geschlichen. Es ist einfach schön zu lesen, wie aus einer Situation der Überforderung und aus der Not heraus ein menschliches Miteinander entsteht, mit dem allen geholfen ist. Es ist nicht immer einfach seine Komfortzone zu verlassen, aber es lohnt sich und sorgt hier für herzerwärmende Momente.