Unterm Regenbogenband
Für Pina Luxen, Mitte 40, fängt der Tag in ihrem Zuhause in der Hansastraße in Wuppertal ganz gewöhnlich an. Sie bringt ihren autistischen Sohn Leo (20), mit dem sie zusammenlebt, zum Bus und macht sich mit der Schwebebahn auf den Weg zu ihrem Job in einem Callcenter. Doch am Nachmittag, nach dem Einkauf, wird klar, dass es kein normaler Dienstag ist. Mitten auf einer Kreuzung verliert Pina ihr Bewusstsein - Magendurchbruch. Eine Not-OP muss ihr Leben retten. Nur was soll jetzt bloß aus Leo werden, wenn sie sich nicht um den jungen Mann mit Behinderung kümmern kann?
„Pina fällt aus“ ist ein Roman von Vera Zischke.
Die Geschichte hat zwei zentrale Themen: Einerseits geht es um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, andererseits um gesellschaftlichen und nachbarschaftlichen Zusammenhalt. Sie zeigt auf, was Empathie und Solidarität im besten Fall bewirken können, und liefert damit einen interessanten Denkanstoß.
Die Geschichte erstreckt sich über 26 Kapitel, die mit einem Epilog („Outro“) enden.
Erzählt wird im Präsens aus personaler Perspektive, allerdings aus der Sicht verschiedener Figuren.
Das Personal des Romans ist umfangreicher und vielschichtiger als erwartet, aber noch gut überschaubar: eine Hausgemeinschaft. Die Charaktere wirken teilweise skurril, vielleicht sogar ein wenig überzeichnet. Dennoch hat mir die Mischung der Figuren sehr gefallen. Sie sind mehr oder weniger sympathisch, haben aber das Herz am rechten Fleck.
Protagonist Leo wird detailliert und mit psychologischer Tiefe dargestellt. Er erscheint sehr lebensnah. Auch Protagonistin Pina ist ein nahbarer und authentisch anmutender Charakter.
Dass die Autorin selbst pflegende Mutter ist und aus eigener Erfahrung alltägliche Probleme schildern kann, ist dem Roman immer wieder anzumerken. Auf den weniger als 300 Seiten konnte mich die Geschichte mehrfach emotional erreichen und berühren.
Zwar könnte beim Lesen der Eindruck entstehen, dass hier eine sehr positive Utopie beschrieben wird. Dabei sollte man sich jedoch vor Augen halten, dass der Roman auf einer wahren Begebenheit basiert, wie die Autorin verrät.
Der neue Roman bleibt bei Cover und Titel nahe am Debüt. Das funktioniert für den Buchtitel sehr gut. Diesmal empfinde ich das Motiv allerdings als nicht ganz so passend.
Mein Fazit:
Mit „Pina fällt aus“ ist Vera Zischke ein berührender, inspirierender und unterhaltsamer Roman gelungen. Ein Highlight im Lesefrühling 2026, das Lust auf weitere Bücher der Autorin macht.
„Pina fällt aus“ ist ein Roman von Vera Zischke.
Die Geschichte hat zwei zentrale Themen: Einerseits geht es um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, andererseits um gesellschaftlichen und nachbarschaftlichen Zusammenhalt. Sie zeigt auf, was Empathie und Solidarität im besten Fall bewirken können, und liefert damit einen interessanten Denkanstoß.
Die Geschichte erstreckt sich über 26 Kapitel, die mit einem Epilog („Outro“) enden.
Erzählt wird im Präsens aus personaler Perspektive, allerdings aus der Sicht verschiedener Figuren.
Das Personal des Romans ist umfangreicher und vielschichtiger als erwartet, aber noch gut überschaubar: eine Hausgemeinschaft. Die Charaktere wirken teilweise skurril, vielleicht sogar ein wenig überzeichnet. Dennoch hat mir die Mischung der Figuren sehr gefallen. Sie sind mehr oder weniger sympathisch, haben aber das Herz am rechten Fleck.
Protagonist Leo wird detailliert und mit psychologischer Tiefe dargestellt. Er erscheint sehr lebensnah. Auch Protagonistin Pina ist ein nahbarer und authentisch anmutender Charakter.
Dass die Autorin selbst pflegende Mutter ist und aus eigener Erfahrung alltägliche Probleme schildern kann, ist dem Roman immer wieder anzumerken. Auf den weniger als 300 Seiten konnte mich die Geschichte mehrfach emotional erreichen und berühren.
Zwar könnte beim Lesen der Eindruck entstehen, dass hier eine sehr positive Utopie beschrieben wird. Dabei sollte man sich jedoch vor Augen halten, dass der Roman auf einer wahren Begebenheit basiert, wie die Autorin verrät.
Der neue Roman bleibt bei Cover und Titel nahe am Debüt. Das funktioniert für den Buchtitel sehr gut. Diesmal empfinde ich das Motiv allerdings als nicht ganz so passend.
Mein Fazit:
Mit „Pina fällt aus“ ist Vera Zischke ein berührender, inspirierender und unterhaltsamer Roman gelungen. Ein Highlight im Lesefrühling 2026, das Lust auf weitere Bücher der Autorin macht.