Warmherzig, authentisch und tiefgründig
Pina wohnt mit ihrem 20-jährigen autistischen Sohn Leo in der Hansastraße 22, in einem eher strukturschwachen Viertel von Wuppertal. Leo ist ein junger Mann mit besonderen Bedürfnissen, seinem eigenen Rhythmus und Strukturen. Als Pina nach dem Einkauf mitten auf einer Straßenkreuzung zusammenbricht, denkt sie nur an ihren Sohn und wer sich jetzt um ihn kümmern wird. Die Hausgemeinschaft, bestehend aus der 86-jährigen Inge, dem menschenscheuen Wojtek und der 16-jährigen Schulabbrecherin und Revoluzzerin Zola, stellt sich nach und nach auf diese Herausforderung ein.
Vera Zischke hat hier ganz bewusst den Fokus auf das Defizit in unserer gesamten Gesellschaft gelegt. Wie unterprivilegiert pflegende Angehörige ohne staatliches und familiäres Auffangnetz sind, die Förderung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen nach Schema F verläuft und die Sichtbarkeit von älteren Menschen mit einem Lebensnachweis bestätigt werden muss. All diese Menschen mit ihren Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen haben ein Recht auf Sichtbarkeit und Akzeptanz.
Der leichte, aber aufrüttelnde Schreibstil schafft es, die Balance zwischen humorvollen Momenten und tiefem Mitgefühl zu halten. Durch die Dringlichkeit der Themen, wie Menschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Care-Arbeit, Inklusion, Ausgrenzung, Sichtbarkeit und Einsamkeit, schafft es die Autorin, dieses Buch zu einer ganz besonderen und lesenswerten Lektüre zu machen, warmherzig, einzigartig, aufrüttelnd und mitten aus dem Leben.
Die Charaktere sind so wunderbar ausgearbeitet und die Handlung und die Wandlung der Hausgemeinschaft so authentisch beschrieben, dass ich mich als Leserin mitten in dieser Hausgemeinschaft wähnte. Gemeinsam Verantwortung übernehmen und selbst daran wachsen.
Das Cover ist mit dem Frauenkopf sehr schlicht gehalten und für dieses Buch mit seiner Handlung sehr gut gewählt.
Pina fällt aus ist ein ganz wunderbares Buch mit sehr viel Authentizität und Tiefgang. Meine absolute Leseempfehlung.
Vera Zischke hat hier ganz bewusst den Fokus auf das Defizit in unserer gesamten Gesellschaft gelegt. Wie unterprivilegiert pflegende Angehörige ohne staatliches und familiäres Auffangnetz sind, die Förderung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen nach Schema F verläuft und die Sichtbarkeit von älteren Menschen mit einem Lebensnachweis bestätigt werden muss. All diese Menschen mit ihren Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen haben ein Recht auf Sichtbarkeit und Akzeptanz.
Der leichte, aber aufrüttelnde Schreibstil schafft es, die Balance zwischen humorvollen Momenten und tiefem Mitgefühl zu halten. Durch die Dringlichkeit der Themen, wie Menschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Care-Arbeit, Inklusion, Ausgrenzung, Sichtbarkeit und Einsamkeit, schafft es die Autorin, dieses Buch zu einer ganz besonderen und lesenswerten Lektüre zu machen, warmherzig, einzigartig, aufrüttelnd und mitten aus dem Leben.
Die Charaktere sind so wunderbar ausgearbeitet und die Handlung und die Wandlung der Hausgemeinschaft so authentisch beschrieben, dass ich mich als Leserin mitten in dieser Hausgemeinschaft wähnte. Gemeinsam Verantwortung übernehmen und selbst daran wachsen.
Das Cover ist mit dem Frauenkopf sehr schlicht gehalten und für dieses Buch mit seiner Handlung sehr gut gewählt.
Pina fällt aus ist ein ganz wunderbares Buch mit sehr viel Authentizität und Tiefgang. Meine absolute Leseempfehlung.