Warmherziger Roman über Inklusion

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Pina und nur Pina ist für Leo zuständig, denn Leo kann wegen seiner geistigen Behinderung nicht alleine am Leben teilnehmen. Seit 20 Jahren pflegt sie ihn als Alleinerziehende, bis sie eines Tages auf einer Straßenkreuzung zusammenbricht und plötzlich muss sich die gesamte Hausgemeinschaft um Leo kümmern. So muss jeder Hausbewohner und jede Bewohnerin über ihre Grenzen gehen, um Leo zu helfen.
Bereits auf den ersten Seiten zeigt die Autorin auf beeindruckende Weise wie viel pflegende Angehörige eigentlich leisten müssen, denn Pina hat nicht nur einen Job, sondern kümmert sich auch noch Vollzeit um Leo. Nur an einem Tag in der Woche kann sie für 1,5 Stunden einkaufen gehen, wenn sich ihre Nachbarin um Leo kümmert. Als Pina dann ausfällt, zeigt sich auf liebevolle und warmherzige Art und Weise, wie die HausbewohnerInnen mit ihren Aufgaben wachsen müssen. So muss nicht nur die einsame Inge nach fünf Jahren das Haus verlassen, auch die störrische Zola muss sich Leo nähern, um ihn durch seinen Alltag zu begleiten.
Wunderschön erzählt die Autorin, wie Menschen zusammenwachsen können, wenn es darum geht, jemandem zu helfen, und wie toll Inklusion aussehen kann.