Was die Not erschaffen kann

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sweinzie Avatar

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Pina hat einen 20 Jährigen Sohn. Für ihn gibt sie alles und es kostet sie alles. Wer der Vater von dem Sohn ist wissen wir nicht, spielt auch keine Rolle, den Pina managet ihren Alltag allein. Ihr Sohn ist anders als alle es warten. Ob er Autist ist oder eine andere Beeinträchtigung hat wissen wir nicht, spielt aber ebenfalls keine Rolle, denn die Herausforderungen sind ähnlich.. Das Kind passt nicht ins Bild der Gesellschaft. Es wird über statt mit ihm gesprochen und er wird belächelt statt ernst genommen zu werden. Pina erntet sowohl Anerkennung für ihre Leistung als auch Unverständnis, warum sie sich das antut. Erst als sie ausfällt und im Spital um ihr Leben kämpfen muss kann sich hier etwas ändern. Denn nun sind alle gezwungen hinzuschauen und sich mit dem Thema zu beschäftigen. Pina mit der Frage ob sie sich aufgeben will oder ob sie auch Hilfe annehmen darf? Die junge Schulabbrecherin mit dem Thema Verantwortung, die 80 jährige darf sich weiterhin etwas zutrauen und ihre Wohnung verlassen und der Wojtek lern was es bedeutet mit andern zusammen zu sein und zu lieben.
Mit gefällt es wie sich die Geschichte entwickelt. wie man manchmal gezwungen wird unbequeme Wege zu gehen nur um dann festzustellen, dass es das beste ist, was passieren konnte. Die Hausbewohner sind so verschieden und wären unter normalen Umständen wohl nie zusammen gekommen. Doch gemeinsam bilden sie nun erstmals wirklich eine Gemeinschaft, jeder wie er er kann. Und dabei lernen sie auch Pinas Sohn Leo richtig kennen und lieben.
Das Thema Umgang mit Menschen die scheinbar nicht der Norm entsprechen ist schön dargestellt. Die die Frage nach dem Leben in einer Stadt in einem Mehrfamilienhaus in dem man trotzdem allein ist. Wie man lernen kann, sich in anderen Menschen hineinzuversetzen, versuchen kann sie zu verstehen und zu akzeptieren. Das man nicht alles alleine leisten muss.
Ein toller Roman den ich auf Empfehlung gelesen hat, und die Empfehlung kann ich nur zu gern weiter geben.