Wenn die Mutsch ausfällt und plötzlich alles ins Wanken gerät
Pina ist Mitte 40 und Mutter von Leo. Er ist 20 Jahre alt und Autist. Ihr Alltag folgt festen Regeln, klaren Abläufen, immer gleich, immer verlässlich. Leo gibt den Takt vor, Pina hält das ganze Orchester zusammen.
Doch dann bricht Pina auf der Straße zusammen. Das fragile System gerät aus dem Gleichgewicht. Das Orchester verstummt, und auf einmal steht Pinas größte Angst im Raum: Wer kümmert sich um Leo, wenn sie es nicht mehr kann?
Vera Zischke erzählt diese Familiengeschichte lebendig, ungeschönt und mit einem feinen Gespür für Zwischentöne. Man spürt die Erschöpfung zwischen den Zeilen, die permanente Anspannung, das Funktionieren müssen. Durch Pinas Alltag wird greifbar, was es bedeutet, sich bedingungslos zu kümmern, sich selbst oft hintenanzustellen und trotzdem weiterzumachen.
Ja, es gibt sie, die leisen, schönen Momente. Aber sie stehen im Schatten einer allgegenwärtigen Sorge, die nie ganz verschwindet. Beim Lesen fühlt man sich selbst an den Rand dieser Erschöpfung geführt, fast so, als würde man für einen Moment Teil dieses fordernden Alltags werden.
Besonders eindrücklich ist, was danach passiert. Wenn der eigene Anker ins Wanken gerät und plötzlich andere Halt geben müssen. Die Nachbarschaft wächst über sich hinaus, Menschen treten hervor, von denen man es nicht erwartet hätte. Leise, unaufgeregt und gerade deshalb so kraftvoll.
„Dieser Scheiß ist nun mal das Leben. Das fragt nicht, was man mitmachen will. Das schmeißt einem etwas vor die Füße und damit muss man klarkommen.“ (Zitat S. 90)
Und mittendrin Leo, ein stiller Held in seiner eigenen Welt, der auf seine ganz eigene Weise berührt und zeigt, wie viel Stärke in leisen Momenten liegen kann.
Und doch bleibt eine Frage, die sich unausweichlich aufdrängt: Was, wenn diese helfenden Hände fehlen? Gibt es genug Unterstützung? Wird Inklusion wirklich gelebt oder erst dann sichtbar, wenn man selbst betroffen ist?
Dieses Buch fordert heraus, ohne laut zu werden. Es stellt Fragen, die nachhallen, lenkt den Blick auf unser eigenes Handeln und darauf, ob wir wirklich hinsehen oder oft doch mit Scheuklappen durchs Leben gehen.
Ein eindringlicher Roman über Verantwortung, Erschöpfung und bedingungslose Liebe und darüber, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Nicht aus Mitleid, sondern aus Menschlichkeit.
Doch dann bricht Pina auf der Straße zusammen. Das fragile System gerät aus dem Gleichgewicht. Das Orchester verstummt, und auf einmal steht Pinas größte Angst im Raum: Wer kümmert sich um Leo, wenn sie es nicht mehr kann?
Vera Zischke erzählt diese Familiengeschichte lebendig, ungeschönt und mit einem feinen Gespür für Zwischentöne. Man spürt die Erschöpfung zwischen den Zeilen, die permanente Anspannung, das Funktionieren müssen. Durch Pinas Alltag wird greifbar, was es bedeutet, sich bedingungslos zu kümmern, sich selbst oft hintenanzustellen und trotzdem weiterzumachen.
Ja, es gibt sie, die leisen, schönen Momente. Aber sie stehen im Schatten einer allgegenwärtigen Sorge, die nie ganz verschwindet. Beim Lesen fühlt man sich selbst an den Rand dieser Erschöpfung geführt, fast so, als würde man für einen Moment Teil dieses fordernden Alltags werden.
Besonders eindrücklich ist, was danach passiert. Wenn der eigene Anker ins Wanken gerät und plötzlich andere Halt geben müssen. Die Nachbarschaft wächst über sich hinaus, Menschen treten hervor, von denen man es nicht erwartet hätte. Leise, unaufgeregt und gerade deshalb so kraftvoll.
„Dieser Scheiß ist nun mal das Leben. Das fragt nicht, was man mitmachen will. Das schmeißt einem etwas vor die Füße und damit muss man klarkommen.“ (Zitat S. 90)
Und mittendrin Leo, ein stiller Held in seiner eigenen Welt, der auf seine ganz eigene Weise berührt und zeigt, wie viel Stärke in leisen Momenten liegen kann.
Und doch bleibt eine Frage, die sich unausweichlich aufdrängt: Was, wenn diese helfenden Hände fehlen? Gibt es genug Unterstützung? Wird Inklusion wirklich gelebt oder erst dann sichtbar, wenn man selbst betroffen ist?
Dieses Buch fordert heraus, ohne laut zu werden. Es stellt Fragen, die nachhallen, lenkt den Blick auf unser eigenes Handeln und darauf, ob wir wirklich hinsehen oder oft doch mit Scheuklappen durchs Leben gehen.
Ein eindringlicher Roman über Verantwortung, Erschöpfung und bedingungslose Liebe und darüber, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Nicht aus Mitleid, sondern aus Menschlichkeit.