"Wie schweben."
Da ärgert man sich über die eigenen Kinder, die das "gesunde", selbstgekochte Essen mal wieder nicht essen wollen und liest anschließend diesen Roman, welcher alle Gedanken durcheinander wirft, nur um in anderer Art und Weise wieder Ordnung und Frieden zu bringen!
Denn da gibt es Pina und ihren 20 Jährigen Sohn Leo, der jeden Tag seine Frosties auf bestimmte Weise essen muss, damit er den Bus nicht verpasst. Eines Tages kommt Pina nach dem Einkaufen jedoch nicht mehr wieder und die Pensionistin Inge, die Videospielkriegerin Zola sowie der Einzelgänger Wojtek stehen vor der Herausforderung: Leo und sein Universum...
Die Autorin Vera Zischke bringt in ihrem Roman die Andersartigkeit in das Licht der Normalität und zeigt auf humorvoll, leicht zynische Art, dass die Gesellschaft neurodivergente Menschen nicht nur als versorgt betrachten, sondern viel mehr als Teil dieser Welt annehmen sollte.
»Es ist nicht nur eine Bürde, weißt du. Es ist auch ein Privileg. Leo hat mir Zutritt zu einer Welt verschafft, die die meisten Menschen niemals betreten. Ich habe mehr von ihm gelernt als von allen anderen Menschen auf der Welt.«
Das dies keineswegs eine einfache Aufgabe darstellt, lernen die Hausbewohner der Hansastraße 22 nach und nach, begegnen Verzweiflung, unerwarteten Freuden und wachsen dabei über sich selbst hinaus. Ich hatte während dem Lesen stark den Eindruck, es nicht bloß mit fiktiven Romanfiguren zu tun zu haben, sondern mit Menschen aus dem echten Leben- so nahbar, so gefühlvoll, so ehrlich, so abweichend, so selbstverständlich!
》Es ist eine Aufgabe, denkt Inge. Es ist eine große Aufgabe, die Welt für jemanden passend zu machen, die nicht für ihn geschaffen ist. Und da sind sie nun. Eine alte Frau, ein wütendes Mädchen und ein Einsiedler, das ist alles, was diesem Jungen bleibt. Drei schräge Vögel.《
Ein Highlight war für mich persönlich auf alle Fälle die Szene auf dem Parkplatz mit dem Bus, da ging mir erst das Herz auf um anschließend lachend und glücklich den Konsequenzen zu begegnen. Mein liebster Charakter war Pina, da ich als Mutter ihre Emotionen und Gedanken am meisten nachvollziehen konnte. Sie zeigt eine beeindruckendende Stärke und unendliche Liebe, trägt eine riesige Last auf ihren Schultern und ist dabei so authentisch geschrieben, dass mir die Tränen in die Augen kamen. Sie lernt auf hartem Weg -man muss nicht alles alleine schaffen- es gibt möglicherweise Menschen, die man als solche Hilfe gar nicht wahrnimmt, die jedoch als wertvolle Unterstützung in harten Lebenslagen zur Seite stehen.
»Genau, du hast uns. Leo, 20, Hansastraße 22, wird Busfahrer, hat drei Vögel.«
Fazit: Eine große Lesehighlight-Empfehlung! Ein unglaublich herzerwärmendes, emotionales, einfach nur großartiges Buch über die Besonderheit der Neurodiversität und das Erkennen der Liebe darin!
Denn da gibt es Pina und ihren 20 Jährigen Sohn Leo, der jeden Tag seine Frosties auf bestimmte Weise essen muss, damit er den Bus nicht verpasst. Eines Tages kommt Pina nach dem Einkaufen jedoch nicht mehr wieder und die Pensionistin Inge, die Videospielkriegerin Zola sowie der Einzelgänger Wojtek stehen vor der Herausforderung: Leo und sein Universum...
Die Autorin Vera Zischke bringt in ihrem Roman die Andersartigkeit in das Licht der Normalität und zeigt auf humorvoll, leicht zynische Art, dass die Gesellschaft neurodivergente Menschen nicht nur als versorgt betrachten, sondern viel mehr als Teil dieser Welt annehmen sollte.
»Es ist nicht nur eine Bürde, weißt du. Es ist auch ein Privileg. Leo hat mir Zutritt zu einer Welt verschafft, die die meisten Menschen niemals betreten. Ich habe mehr von ihm gelernt als von allen anderen Menschen auf der Welt.«
Das dies keineswegs eine einfache Aufgabe darstellt, lernen die Hausbewohner der Hansastraße 22 nach und nach, begegnen Verzweiflung, unerwarteten Freuden und wachsen dabei über sich selbst hinaus. Ich hatte während dem Lesen stark den Eindruck, es nicht bloß mit fiktiven Romanfiguren zu tun zu haben, sondern mit Menschen aus dem echten Leben- so nahbar, so gefühlvoll, so ehrlich, so abweichend, so selbstverständlich!
》Es ist eine Aufgabe, denkt Inge. Es ist eine große Aufgabe, die Welt für jemanden passend zu machen, die nicht für ihn geschaffen ist. Und da sind sie nun. Eine alte Frau, ein wütendes Mädchen und ein Einsiedler, das ist alles, was diesem Jungen bleibt. Drei schräge Vögel.《
Ein Highlight war für mich persönlich auf alle Fälle die Szene auf dem Parkplatz mit dem Bus, da ging mir erst das Herz auf um anschließend lachend und glücklich den Konsequenzen zu begegnen. Mein liebster Charakter war Pina, da ich als Mutter ihre Emotionen und Gedanken am meisten nachvollziehen konnte. Sie zeigt eine beeindruckendende Stärke und unendliche Liebe, trägt eine riesige Last auf ihren Schultern und ist dabei so authentisch geschrieben, dass mir die Tränen in die Augen kamen. Sie lernt auf hartem Weg -man muss nicht alles alleine schaffen- es gibt möglicherweise Menschen, die man als solche Hilfe gar nicht wahrnimmt, die jedoch als wertvolle Unterstützung in harten Lebenslagen zur Seite stehen.
»Genau, du hast uns. Leo, 20, Hansastraße 22, wird Busfahrer, hat drei Vögel.«
Fazit: Eine große Lesehighlight-Empfehlung! Ein unglaublich herzerwärmendes, emotionales, einfach nur großartiges Buch über die Besonderheit der Neurodiversität und das Erkennen der Liebe darin!