Wohlfühlroman

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leserinlu Avatar

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„Pina fällt aus“ ist einer dieser Romane, bei denen ich schon nach wenigen Seiten gemerkt habe, dass sie mich mit einem guten Gefühl zurücklassen werden. Was zunächst nach einer dramatischen Ausgangssituation klingt, entwickelt sich zu einer warmherzigen, klugen und immer wieder überraschend witzigen Geschichte über Nachbarschaft, Verantwortung und gelebte Inklusion.

Als Pina plötzlich ausfällt und ihr behinderter Sohn Leo zum ersten Mal auf sich allein gestellt ist, müssen Leos Nachbarn ihr Komfortzone verlassen. Nach und nach wächst die ungewöhnliche Hausgemeinschaft über sich hinaus. Die Figuren sind wunderbar eigenwillig, glaubwürdig und sehr warmherzig gezeichnet. Jede von ihnen bringt ihre eigenen Verletzungen, Ängste und Lebensthemen mit, sodass nicht nur Leo Unterstützung braucht, sondern auch die anderen durch ihn damit konfrontiert werden.

Besonders gelungen fand ich, wie leicht und flüssig sich der Roman lesen lässt, ohne dabei seine wichtigen Themen oberflächlich zu behandeln. Immer wieder gibt es witzige Momente, die die Geschichte auflockern, gleichzeitig regt sie zum Nachdenken darüber an, was Inklusion im Alltag eigentlich bedeutet und wie schnell Menschen einfach ausgeschlossen werden. „Pina fällt aus“ ist für mich deshalb ein echter Wohlfühlroman.