Das was ich suche: eine Originelle, düstere Geschichte
Von Raven Kennedy habe ich bislang nur "Rabbit" gelesen. War ne gute Lesezeit und die Wut die in diesem Buch geschrieben wurde, fand ich sehr bezeichnend und es hat viel Spaß gemacht, aber es war jetzt auch nichts, was mich komplett umgehauen hat. Muss ja aber auch nicht jedes Buch. Von daher war ich gespannt, wie es wird, wenn sie solo veröffentlicht. Und nach der Leseprobe: komplett anderes Ding als Rabbit. Viel düsterer. Viel härter. Naja macht ja auch sinn, ist ja schließlich ein anderes Buch :D
Der Prolog hat mich ehrlich erschlagen.
Man startet direkt mit nem Erdbeben, bei dem die Welt sich buchstäblich aufreißt, damit hab ich nicht gerechnet. Varrik (kommt bestimmt später nochmal vor, so wie das aussieht) verliert innerhalb von ein paar Seiten seinen Bruder, und zwar auf eine Art, die mir echt nahegegangen ist. Diese Stelle mit dem Stiefel, dem selbst gemalten blauen Streifen dran, das war deep.
Dazu dann das Worldbuilding (das hat mich im Klappentext auch am meisten interessiert). Eine Erde die aufbricht und geschmolzene Macht wie Lava ausspuckt, neun Bane die daraus kriechen, und am Ende neun Plagen als Erbe. Sowas hatte ich vorher noch nicht gelesen. Mag ich, wenn sich ein Buch beim Magiesystem mal was traut, statt die x-te Elfen-und-Feen-Version aufzuwärmen. Aktuell bin ich sowieso total auf der suche nach Originellen Geschichten.
Nach dem Prolog wechselt's zu Esti, und ich merk jetzt schon, die wächst mir ans Herz. Sie ist Fane, halb Fae halb Bane, und wird dafür von so ziemlich jedem gehasst, obwohl sie unter den Plagen genauso leidet wie alle anderen. Diese Marktszene, wo ihr die Frau erst dankbar ne Frucht anbietet und sie dann als „Bane-Blut" beschimpft, sobald das Kind ihre Hörner entdeckt hat, das hat mich echt wütend gemacht. Es zeigt aber auch hier reale Gesellschaftskritik. Man merkt einfach, wie anstrengend das sein muss, ständig für was verurteilt zu werden, das man sich nicht mal ausgesucht hat. Rassismus und so.
Am meisten hat mich aber die Sache zwischen Esti und ihrer Mutter Marryn erwischt. Diese kleine Szene, wo sie ihr die Sternensprossen auf der Haut nachzeichnet und "Cardîya Melïsh" zu ihr sagt, süßes Herz, da bin ich richtig weich geworden. Marryn hat dafür, dass sie Esti behalten und geliebt hat, einen hohen Preis gezahlt, körperlich und auch dadurch wie andere sie behandeln. Und trotzdem lächelt sie noch. Eine richtig starke Frau und wir lieben starke Frauen!
Und dann der Cliffhanger am Ende der Leseprobe. Schwarzer Regen, überall tote Fliegen, und Marryns Satz, dass ne neue Plage da ist, die Gift-Plage. Ich saß da echt und dachte nur: bitte nicht auch das noch für die Familie. Und laut Klappentext kommt danach ja der Rattenfänger, dieser Blut-Fae mit seiner verführerischen Magie, rettet die Stadt, verlangt dafür aber 130 Einwohner. Esti ist eine davon. Tja ... ich muss jetzt wissen wie es weiter geht, bin ich ehrlich.
Was mich an dem Buch besonders reizt: ist nicht einfach nur ne Romance mit hübscher Fantasy-Kulisse drumrum, sondern da steckt ne richtige Dystopie dahinter, mit Ausgrenzung, Krankheit, Hunger, ner Welt die im wahrsten Sinne blutet. Und trotzdem verspricht mir der Klappentext gleichzeitig genau die Art gefährliche, verführerische Liebesgeschichte, die ich von Raven Kennedy erwarten würde, nur halt ohne Ko-Autorin und mit ner noch eigenständigeren Stimme.
Ich würde mich super doll drüber freuen, das Buch als Rezensionsexemplar lesen zu können. Ich habe einen Bookstagram Account @elenis.booknook, poste bei der lesejoury, bookbeat (falls das hörbuch rauskommt), Hugendubel, Thalia und ich habe einen eigenen Bloggerinnentisch in einer großen Thalia Filiale in Wuppertal.
Der Prolog hat mich ehrlich erschlagen.
Man startet direkt mit nem Erdbeben, bei dem die Welt sich buchstäblich aufreißt, damit hab ich nicht gerechnet. Varrik (kommt bestimmt später nochmal vor, so wie das aussieht) verliert innerhalb von ein paar Seiten seinen Bruder, und zwar auf eine Art, die mir echt nahegegangen ist. Diese Stelle mit dem Stiefel, dem selbst gemalten blauen Streifen dran, das war deep.
Dazu dann das Worldbuilding (das hat mich im Klappentext auch am meisten interessiert). Eine Erde die aufbricht und geschmolzene Macht wie Lava ausspuckt, neun Bane die daraus kriechen, und am Ende neun Plagen als Erbe. Sowas hatte ich vorher noch nicht gelesen. Mag ich, wenn sich ein Buch beim Magiesystem mal was traut, statt die x-te Elfen-und-Feen-Version aufzuwärmen. Aktuell bin ich sowieso total auf der suche nach Originellen Geschichten.
Nach dem Prolog wechselt's zu Esti, und ich merk jetzt schon, die wächst mir ans Herz. Sie ist Fane, halb Fae halb Bane, und wird dafür von so ziemlich jedem gehasst, obwohl sie unter den Plagen genauso leidet wie alle anderen. Diese Marktszene, wo ihr die Frau erst dankbar ne Frucht anbietet und sie dann als „Bane-Blut" beschimpft, sobald das Kind ihre Hörner entdeckt hat, das hat mich echt wütend gemacht. Es zeigt aber auch hier reale Gesellschaftskritik. Man merkt einfach, wie anstrengend das sein muss, ständig für was verurteilt zu werden, das man sich nicht mal ausgesucht hat. Rassismus und so.
Am meisten hat mich aber die Sache zwischen Esti und ihrer Mutter Marryn erwischt. Diese kleine Szene, wo sie ihr die Sternensprossen auf der Haut nachzeichnet und "Cardîya Melïsh" zu ihr sagt, süßes Herz, da bin ich richtig weich geworden. Marryn hat dafür, dass sie Esti behalten und geliebt hat, einen hohen Preis gezahlt, körperlich und auch dadurch wie andere sie behandeln. Und trotzdem lächelt sie noch. Eine richtig starke Frau und wir lieben starke Frauen!
Und dann der Cliffhanger am Ende der Leseprobe. Schwarzer Regen, überall tote Fliegen, und Marryns Satz, dass ne neue Plage da ist, die Gift-Plage. Ich saß da echt und dachte nur: bitte nicht auch das noch für die Familie. Und laut Klappentext kommt danach ja der Rattenfänger, dieser Blut-Fae mit seiner verführerischen Magie, rettet die Stadt, verlangt dafür aber 130 Einwohner. Esti ist eine davon. Tja ... ich muss jetzt wissen wie es weiter geht, bin ich ehrlich.
Was mich an dem Buch besonders reizt: ist nicht einfach nur ne Romance mit hübscher Fantasy-Kulisse drumrum, sondern da steckt ne richtige Dystopie dahinter, mit Ausgrenzung, Krankheit, Hunger, ner Welt die im wahrsten Sinne blutet. Und trotzdem verspricht mir der Klappentext gleichzeitig genau die Art gefährliche, verführerische Liebesgeschichte, die ich von Raven Kennedy erwarten würde, nur halt ohne Ko-Autorin und mit ner noch eigenständigeren Stimme.
Ich würde mich super doll drüber freuen, das Buch als Rezensionsexemplar lesen zu können. Ich habe einen Bookstagram Account @elenis.booknook, poste bei der lesejoury, bookbeat (falls das hörbuch rauskommt), Hugendubel, Thalia und ich habe einen eigenen Bloggerinnentisch in einer großen Thalia Filiale in Wuppertal.