Düster, magisch und voller Geheimnisse

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chiara-maria Avatar

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Das Cover gefällt mir richtig gut und hat für mich genau diese düstere, märchenhafte Fantasy-Stimmung, bei der ich sofort wissen möchte, was dahintersteckt. Besonders die riesige dunkle Gestalt im Hintergrund und die kleine Frau davor machen neugierig – und nach der Leseprobe frage ich mich natürlich umso mehr, wer oder was der Piper eigentlich sein wird.
Der Schreibstil hat mich direkt gepackt. Gerade der Prolog war heftig und überhaupt nicht das, womit ich gerechnet hatte. Die Erde bricht auf, überall strömt Lava hervor und Varrik versucht verzweifelt, seinen Bruder Trigg zu erreichen. Die Beschreibungen sind teilweise ziemlich brutal und bildlich – aber genau dadurch hatte ich die Szenen sofort vor Augen. Danach macht die Geschichte einen Zeitsprung und wir lernen Esti und eine Welt kennen, in der solche Katastrophen noch immer ihre Folgen haben.
Den Spannungsaufbau finde ich bisher richtig gelungen, weil nicht sofort alles erklärt wird. Nach und nach erfährt man mehr über die Plagen, die Fae und Fane und darüber, warum Esti aufgrund ihrer Herkunft so gehasst wird. Gleichzeitig ist die aktuelle Fliegen-Plage schon ziemlich ekelhaft. Menschen werden innerhalb kürzester Zeit bis auf die Knochen aufgefressen und die Bewohner müssen sich komplett verhüllen, um überhaupt nach draußen gehen zu können. Und gerade als man denkt, dass mit dem plötzlichen Tod der Fliegen vielleicht endlich etwas Gutes passiert, kommt die Erkenntnis: Die nächste Plage ist da – Gift. Das Ende der Leseprobe ist wirklich gemein gewählt.
Esti gefällt mir als Protagonistin bisher sehr. Sie wird von anderen allein dafür verurteilt, dass sie eine Fane ist, versucht sich davon aber nicht unterkriegen zu lassen. Besonders ihre Beziehung zu ihrer kranken Mutter hat mich berührt. Man merkt, wie sehr sie sie liebt und dass sie alles dafür tun würde, ein Heilmittel für sie zu finden. Gleichzeitig trägt Esti selbst diese Wut und Hilflosigkeit in sich, weil sie aufgrund ihrer Herkunft kaum Möglichkeiten hat, etwas an ihrer Situation zu verändern. Auch ihre Fähigkeit, die Sterne anderer Menschen zu lesen und dadurch etwas über deren Wesen zu erfahren, finde ich total spannend.
Von der Geschichte erwarte ich jetzt eine düstere Fantasygeschichte mit ordentlich Spannung, Magie und hoffentlich auch Romance. Vor allem möchte ich endlich erfahren, wann und wie der Piper ins Spiel kommt und welche Verbindung zwischen ihm, Esti und den Plagen besteht. Der Prolog spielt dreißig Jahre zuvor und Varrik überlebt die Katastrophe – deshalb bin ich auch wahnsinnig neugierig darauf, welche Bedeutung er für die eigentliche Handlung noch haben wird.
Ich würde definitiv weiterlesen, weil die Leseprobe für mich gerade erst die Tür zu dieser Welt geöffnet hat. Die Plagen, Estis Herkunft, ihre besondere Magie, Varriks Vergangenheit und natürlich der Piper werfen so viele Fragen auf, dass ich jetzt unbedingt wissen möchte, wie das alles miteinander zusammenhängt.