Eine düstere Romantasy, die mich nicht so schnell losgelassen hat
„Played by the Piper – Die Unbeugsame“ von Raven Kennedy hat mich vor allem durch seine düstere und ungewöhnliche Welt in den Bann gezogen. Die Geschichte spielt in Brekon, einer Welt, die vor dreißig Jahren durch einen gewaltigen Riss und neun dämonische Kreaturen, die Banes, ins Chaos gestürzt wurde. Zurückgeblieben sind neun Plagen, die die Menschen bis heute bedrohen. Allein diese Ausgangssituation fand ich schon ziemlich spannend, weil die Geschichte dadurch von Anfang an eine bedrückende und gefährliche Atmosphäre bekommt.
Besonders interessant fand ich die Protagonistin, die halb Fae und halb Bane ist und deshalb von den Menschen misstrauisch und teilweise sogar verachtet wird. Gleichzeitig muss sie mit denselben Gefahren kämpfen wie alle anderen. Ich mochte, dass sie nicht einfach die typische starke Heldin ist, sondern dass ihre Stärke auch daraus entsteht, dass sie trotz Angst, Vorurteilen und schwierigen Situationen nicht aufgibt.
Dann kommt der Rattenfänger ins Spiel – ein Blut-Fae, der mit seiner Magie den Willen anderer beeinflussen kann. Er rettet die Stadt, fordert dafür aber einen grausamen Preis: 130 Menschen müssen ihm folgen, und die Protagonistin gehört zu ihnen. Genau hier entwickelt sich für mich der besonders spannende Teil der Geschichte. Zwischen Misstrauen, Macht, Gefangenschaft und einer Anziehung, die eigentlich gar nicht sein dürfte, entsteht eine Beziehung, bei der man nie genau weiß, wem man eigentlich vertrauen kann.