Zäher Überlebenswille und eine Welt voller Schrammen
Diese ersten Seiten haben mich atmosphärisch gleich an den Kragen gepackt, weil hier nichts mit weichgespülter Glitzer-Romantik geschönt wird! Es ist herrlich erfrischend, dass eine Heldin in einer Fantasy-Welt nicht auf Samtkissen sitzt, sondern in einer muffigen Papiermühle mit nassen Lumpen schuften und echte Hornhaut an den Händen haben muss. Dieses raue Handwerk gibt der ganzen düsteren Szenerie sofort eine greifbare, ehrliche Bodenhaftung, die ich unheimlich schätze.
Richtig unter die Haut geht mir dabei die ständige, kriechende Beklemmung: Wenn man sich vor die Tür wagt und sich von Kopf bis Fuß einwickeln muss, nur um nicht von Schwärmen aufgefressen zu werden, sitzt man beim Lesen automatisch mit hochgezogenen Schultern da. Und wie die Menschen in ihrer puren Verzweiflung sofort die Gehörnte als Sündenbock brandmarken, ist ein herrlich bitterer, realistischer Wesenszug, der mich emotional sofort auf Estis Seite zieht.
Der Weltenbau wird einem zwar auf diesem kurzen Stück ziemlich wuchtig um die Ohren gehauen mit all den Begriffen und Plagen, aber die bedrückende Grundstimmung und der Kontrast zwischen knallharter Apokalypse und der stillen Wärme im Schlafzimmer der kranken Mutter funktionieren prächtig. Als dann die Fliegen reglos zu Boden knallen und die nächste Katastrophe ankündigen, hat die Autorin ihren Haken endgültig gesetzt!
Richtig unter die Haut geht mir dabei die ständige, kriechende Beklemmung: Wenn man sich vor die Tür wagt und sich von Kopf bis Fuß einwickeln muss, nur um nicht von Schwärmen aufgefressen zu werden, sitzt man beim Lesen automatisch mit hochgezogenen Schultern da. Und wie die Menschen in ihrer puren Verzweiflung sofort die Gehörnte als Sündenbock brandmarken, ist ein herrlich bitterer, realistischer Wesenszug, der mich emotional sofort auf Estis Seite zieht.
Der Weltenbau wird einem zwar auf diesem kurzen Stück ziemlich wuchtig um die Ohren gehauen mit all den Begriffen und Plagen, aber die bedrückende Grundstimmung und der Kontrast zwischen knallharter Apokalypse und der stillen Wärme im Schlafzimmer der kranken Mutter funktionieren prächtig. Als dann die Fliegen reglos zu Boden knallen und die nächste Katastrophe ankündigen, hat die Autorin ihren Haken endgültig gesetzt!