Düstere Neuinterpretation

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misspider Avatar

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Die fantastisch gewobene Neuinterpretation der Geschichte vom Rattenfänger hat mich sofort angesprochen. Das Buch fängt sehr düster an und die Plagen, die die Menschheit heimsuchen, sind nicht minder grausam. Auch die Geschichte, warum es Bane, Fae und Fane gibt, ist gut ausgearbeitet und wird im Verlauf der Handlung immer weiter aufgedeckt, so dass man ein gutes und verständliches Bild der vorliegenden Welt bekommt. Die Hauptpersonen sind natürlich Esti und Varrick, die schon bald aufeinandertreffen und deren Beziehung natürlich vorhersehbar ist - aber bei jeglicher Romanze ist ja meist der Weg das Ziel und die Frage, welche Hindernisse, Missverständnisse und sonstige Hürden die beiden nehmen müssen, um am Ende zueinander zu finden. Und die meiste Zeit war es sehr amüsant, den Schlagabtausch zwischen Esti und dem Rattenfänger mitzuverfolgen, wobei Esti durchaus ihre nervigen Seiten hatte und ich ein ums andere Mal seine Geduld mit ihr bewundern musste. Leider hat mir das Ende nicht mehr so gut gefallen, da es sich viel zu sehr auf die beiden und ihre (endlich?!) gefundene Leidenschaft füreinander konzentrierte. Auf die Bett-Szenen hätte ich gut und gerne verzichten können, denn sie haben die eigentlich sehr spannende Handlung leider jedes Mal zum Erliegen (ha!) gebracht. Natürlich wusste ich das es sich um eine Romantasy handelt, aber die Idee mit dem Rattenfänger und den Plagen hat mich zu sehr gereizt, um das Buch nicht zu lesen - obwohl ich natürlich wusste was mich (auch) erwarten würde. Trotzdem war ich ein wenig enttäuscht, dass die mittlerweile anscheinend obligatorischen und damit langweiligen Lustspiele auch diesmal unvermeidlich waren. Blenden wir das aus, erhalten wir aber eine sehr solide, fantasievolle und packende Dark Fantasy.