Düsterer Beginn, ernüchternder Verlauf
In „Played by the Piper“ geht es um Esti, die in einer von Plagen heimgesuchten Welt lebt. Sie ist halb Fae und halb Bane (eine dämonische Kreatur), weshalb sie von den Fae verabscheut wird. Mehrere Plagen suchen die Stadt heim und das Überleben wird immer schwieriger. Als eine Rattenplage über die Stadt hereinbricht, erscheint der Rattenfänger und vertreibt die Tiere. Sein Preis: 130 Bewohner der Stadt, darunter Esti. Varrik verfolgt damit eigene Ziele, deren Hintergründe sich nach und nach offenbaren. Esti versucht währenddessen alles, um zu ihrer Familie zurückzukehren. Gleichzeitig entsteht zwischen Esti und Varrik eine unerwartete Anziehung.
Der Einstieg in die Geschichte ist unglaublich düster und zeigt, wie Estis Welt von verschiedenen Plagen heimgesucht wird. Die Grundidee der Welt und der Geschichte an sich ist sehr spannend und vielversprechend. Die Atmosphäre wird zu Beginn sehr bildhaft und anschaulich vermittelt. Man erlebt die Welt aus Estis Perspektive und bekommt Einblicke in ihre Gefühle. Ich muss sagen, dass mich das wirklich gefesselt hat und ich gut mit ihr mitfühlen konnte. Das liegt vor allem am flüssigen Schreibstil, der sich angenehm liest.
Für mich war Esti zu Beginn des Buches eine sympathische, sehr zurückhaltende, nachdenkliche und reife Protagonistin (Mitte zwanzig). Danach wird sie zusammen mit anderen vom Rattenfänger entführt, und ab diesem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass sich ihr Charakter plötzlich komplett verändert. Meines Erachtens verhält sie sich völlig anders als zuvor. Das wirkte für mich sehr unauthentisch, und ich muss sagen, dass sie mir im Laufe des Buches zunehmend unsympathisch wurde und ich ihre Art irgendwann nur noch nervig fand. Das ist wirklich sehr schade, denn Esti hatte für mich am Anfang so viel Potenzial. Auch zum Rattenfänger Varrik konnte ich nur wenig Bindung aufbauen. Dafür kommen seine Hintergründe und die Szenen, in denen man ihn besser kennenlernen könnte, deutlich zu kurz. Allgemein blieb die Charakterentwicklung hier auf der Strecke, und es fehlte deutlich an Tiefe und Emotionen. Die Chemie zwischen Esti und Varrik konnte ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Ich hatte eher das Gefühl, dass der Enemies-to-Lovers-Trope sehr künstlich aufgebaut wirkte.
Das Worldbuilding fand ich zu Beginn sehr gut, jedoch verblasste es im Laufe des Buches zunehmend. Gerade die düstere Welt mit ihren unterschiedlichen Plagen hätte so viele Möglichkeiten geboten, die Geschichte weiterzuentwickeln. Umso enttäuschender fand ich, dass dieses Potenzial für mich nicht ausreichend ausgeschöpft wurde und sich der Plot im Verlaufe des Buches zunehmend verlor. Auf den rund 650 Seiten hätte ich mir deutlich mehr Fantasy-Inhalte gewünscht, denn die Romance steht hier für meinen Geschmack zu sehr im Vordergrund. Die eigentliche Handlung kommt kaum voran. Vor allem die ähnlichen Wortgefechte zwischen Esti und Varrik wirkten auf mich irgendwann sehr repetitiv und zogen die Geschichte unnötig in die Länge.
Insgesamt ist Played by the Piper für mich leider eine eher durchschnittliche Romantasy, die mit einer interessanten Grundidee daherkommt und zu Beginn sehr spannend ist. Leider verliert sich die Geschichte im Laufe des Buches. Weder die Handlung noch die Charaktere noch die Romance konnten mich wirklich überzeugen. Daher ist für mich noch unklar, ob ich den nächsten Band lesen werde.
Der Einstieg in die Geschichte ist unglaublich düster und zeigt, wie Estis Welt von verschiedenen Plagen heimgesucht wird. Die Grundidee der Welt und der Geschichte an sich ist sehr spannend und vielversprechend. Die Atmosphäre wird zu Beginn sehr bildhaft und anschaulich vermittelt. Man erlebt die Welt aus Estis Perspektive und bekommt Einblicke in ihre Gefühle. Ich muss sagen, dass mich das wirklich gefesselt hat und ich gut mit ihr mitfühlen konnte. Das liegt vor allem am flüssigen Schreibstil, der sich angenehm liest.
Für mich war Esti zu Beginn des Buches eine sympathische, sehr zurückhaltende, nachdenkliche und reife Protagonistin (Mitte zwanzig). Danach wird sie zusammen mit anderen vom Rattenfänger entführt, und ab diesem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass sich ihr Charakter plötzlich komplett verändert. Meines Erachtens verhält sie sich völlig anders als zuvor. Das wirkte für mich sehr unauthentisch, und ich muss sagen, dass sie mir im Laufe des Buches zunehmend unsympathisch wurde und ich ihre Art irgendwann nur noch nervig fand. Das ist wirklich sehr schade, denn Esti hatte für mich am Anfang so viel Potenzial. Auch zum Rattenfänger Varrik konnte ich nur wenig Bindung aufbauen. Dafür kommen seine Hintergründe und die Szenen, in denen man ihn besser kennenlernen könnte, deutlich zu kurz. Allgemein blieb die Charakterentwicklung hier auf der Strecke, und es fehlte deutlich an Tiefe und Emotionen. Die Chemie zwischen Esti und Varrik konnte ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Ich hatte eher das Gefühl, dass der Enemies-to-Lovers-Trope sehr künstlich aufgebaut wirkte.
Das Worldbuilding fand ich zu Beginn sehr gut, jedoch verblasste es im Laufe des Buches zunehmend. Gerade die düstere Welt mit ihren unterschiedlichen Plagen hätte so viele Möglichkeiten geboten, die Geschichte weiterzuentwickeln. Umso enttäuschender fand ich, dass dieses Potenzial für mich nicht ausreichend ausgeschöpft wurde und sich der Plot im Verlaufe des Buches zunehmend verlor. Auf den rund 650 Seiten hätte ich mir deutlich mehr Fantasy-Inhalte gewünscht, denn die Romance steht hier für meinen Geschmack zu sehr im Vordergrund. Die eigentliche Handlung kommt kaum voran. Vor allem die ähnlichen Wortgefechte zwischen Esti und Varrik wirkten auf mich irgendwann sehr repetitiv und zogen die Geschichte unnötig in die Länge.
Insgesamt ist Played by the Piper für mich leider eine eher durchschnittliche Romantasy, die mit einer interessanten Grundidee daherkommt und zu Beginn sehr spannend ist. Leider verliert sich die Geschichte im Laufe des Buches. Weder die Handlung noch die Charaktere noch die Romance konnten mich wirklich überzeugen. Daher ist für mich noch unklar, ob ich den nächsten Band lesen werde.