Einzigartiges und düsteres Retelling
Allein das wunderschöne Cover und der Farbschnitt haben mich dazu bewegt, dieses Buch zu lesen. Ich konnte das Erscheinungsdatum kaum abwarten und habe es innerhalb von 2 Tagen durchgesuchtet, obwohl es 654 Seiten lang ist.
Played by the piper ist mein erstes Buch von Raven Kennedy und ich muss sagen, dass ihr Schreibstil wirklich sehr angenehm und bildhaft ist. Er führt einen durch die ganze Geschichte hindurch und machte das Buch für mich noch fesselnder.
Im Buch geht es um Esti, die in einer Welt lebt, die immer wieder von Plagen heimgesucht wird. Ausgelöst wurden diese durch einen Riss in der Erde vor 30 Jahren und den dadurch gekommenen Bane. Sie selbst ist halb Fae und halb Bane, weshalb die anderen Leute sie verächtlich betrachten. Eines Tages kommt ein Blut-Fae (die Fae die die Plagen beenden können) in die Stadt und nimmt 130 Gefangene mit sich, unter ihnen auch Esti...
Ich finde das Thema sehr interessant und es ist wirklich mal etwas ganz anderes, das ich so noch nie gelesen habe. Genauer gesagt handelt es sich um ein Retelling rund um den Rattenfänger, also eine sehr kreative Idee.
Es war meiner Meinung nach gut umgesetzt und man wusste anfangs nicht recht, wo die Geschichte hingeht. Die Plagen haben mich ein wenig an die Plagen in der Bibel erinnert, was das ganze nochmal besonderer macht. Überzeugend war außerdem auch die düstere und irgendwie auch apokalyptische Atmosphäre, die im ganzen Buch herrscht, sowie das tolle Setting.
Die Charaktere fand ich ebenfalls interessant und sie bleiben nicht oberflächlich. Man erfährt mehr über Esti und auch ihre Schwierigkeiten/ Fähigkeiten. Die enge Bindung zwischen ihr und ihrer Tante Lenna, sowie ihrer Mutter fand ich sehr überzeugend und es war echt toll, wie sehr sie zusammenhalten.
Der Rattenfänger Varrik war auch ein interessanter Protagonist und ich mochte die Dynamik und Schlagabtausche zwischen ihm und Esti sehr. Es war toll, dass sich die Beziehung zwischen ihnen nur langsam entwickelte und sie am Anfang eher noch Feinde waren.
Die 2 Gründe dafür, dass ich allerdings einen Stern abziehen muss, sind einmal die Längen im Mittelteil des Buches und der Spice. In der Mitte hat sich die Handlung öfters wiederholt und es ist nicht viel Spannendes passiert. Man hätte das Buch meiner Meinung nach auch um ein paar Seiten kürzen können. Da kommen wir auch schon zu meinem zweiten Kritikpunkt: der Spice. Die erste spicy Szene kam erst sehr spät im Buch, aber sie war etwa 16 Seiten lang und das war mit persönlich einfach zu viel/lang und zu ausführlich. Man hätte diese getrost weglassen können, ohne irgendetwas zu verpassen.
Insgesamt dennoch ein sehr solider Start, der durch eine düstere, apokalyptische Stimmung, eine einzigartige Grundidee und einen Twist am Ende überzeugt. Ich würde das Buch also definitiv weiterempfehlen!
Played by the piper ist mein erstes Buch von Raven Kennedy und ich muss sagen, dass ihr Schreibstil wirklich sehr angenehm und bildhaft ist. Er führt einen durch die ganze Geschichte hindurch und machte das Buch für mich noch fesselnder.
Im Buch geht es um Esti, die in einer Welt lebt, die immer wieder von Plagen heimgesucht wird. Ausgelöst wurden diese durch einen Riss in der Erde vor 30 Jahren und den dadurch gekommenen Bane. Sie selbst ist halb Fae und halb Bane, weshalb die anderen Leute sie verächtlich betrachten. Eines Tages kommt ein Blut-Fae (die Fae die die Plagen beenden können) in die Stadt und nimmt 130 Gefangene mit sich, unter ihnen auch Esti...
Ich finde das Thema sehr interessant und es ist wirklich mal etwas ganz anderes, das ich so noch nie gelesen habe. Genauer gesagt handelt es sich um ein Retelling rund um den Rattenfänger, also eine sehr kreative Idee.
Es war meiner Meinung nach gut umgesetzt und man wusste anfangs nicht recht, wo die Geschichte hingeht. Die Plagen haben mich ein wenig an die Plagen in der Bibel erinnert, was das ganze nochmal besonderer macht. Überzeugend war außerdem auch die düstere und irgendwie auch apokalyptische Atmosphäre, die im ganzen Buch herrscht, sowie das tolle Setting.
Die Charaktere fand ich ebenfalls interessant und sie bleiben nicht oberflächlich. Man erfährt mehr über Esti und auch ihre Schwierigkeiten/ Fähigkeiten. Die enge Bindung zwischen ihr und ihrer Tante Lenna, sowie ihrer Mutter fand ich sehr überzeugend und es war echt toll, wie sehr sie zusammenhalten.
Der Rattenfänger Varrik war auch ein interessanter Protagonist und ich mochte die Dynamik und Schlagabtausche zwischen ihm und Esti sehr. Es war toll, dass sich die Beziehung zwischen ihnen nur langsam entwickelte und sie am Anfang eher noch Feinde waren.
Die 2 Gründe dafür, dass ich allerdings einen Stern abziehen muss, sind einmal die Längen im Mittelteil des Buches und der Spice. In der Mitte hat sich die Handlung öfters wiederholt und es ist nicht viel Spannendes passiert. Man hätte das Buch meiner Meinung nach auch um ein paar Seiten kürzen können. Da kommen wir auch schon zu meinem zweiten Kritikpunkt: der Spice. Die erste spicy Szene kam erst sehr spät im Buch, aber sie war etwa 16 Seiten lang und das war mit persönlich einfach zu viel/lang und zu ausführlich. Man hätte diese getrost weglassen können, ohne irgendetwas zu verpassen.
Insgesamt dennoch ein sehr solider Start, der durch eine düstere, apokalyptische Stimmung, eine einzigartige Grundidee und einen Twist am Ende überzeugt. Ich würde das Buch also definitiv weiterempfehlen!