Eine düstere, magische Geschichte mit Sogwirkung und ganz viel Spannung
Achtung: ich habe versucht spoilerfrei zu bleiben und habe mir einen ganz kleinen Eindruck zur Welt wiedergegeben, dieser könnte aber auf den einen oder anderen als Spoiler wirken! Ihr sucht eine neue spannende Dilogie mit atmosphärischen unklaren Setting? Dann müsst ihr dieses Buch unbedingt lesen. Denn mit „Played by the Piper – Die Unbeugsame“ startet Raven Kennedy in eine neue Romantasy-Welt und greift dabei ein Märchenmotiv auf, das man vielleicht sogar kennt, das sie aber in eine völlig andere, deutlich düsterere Richtung führt. Für mich war dieses Buch vor allem eines: atmosphärisch, ungewöhnlich und unglaublich unterhaltsam. Schon der Einstieg hat bei mir dafür gesorgt, dass ich wissen wollte, wohin diese Geschichte führt. Je weiter ich gelesen habe, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass sich hinter der eigentlichen Handlung noch sehr viel mehr verbirgt. Und genau dieses Gefühl von Geheimnissen und offenen Fragen hat mich durch die Geschichte getragen.
Die Fantasy-Welt hat mir richtig gut gefallen. Sie fühlt sich nicht wie eine typische Romantasy-Welt an, in der es ausschließlich um Fae und eine Liebesgeschichte geht. Stattdessen gibt es eine Vergangenheit, die die gesamte Welt geprägt hat, verschiedene Wesen und magische Kräfte sowie Gefahren, die sich ganz unterschiedlich auf die Menschen auswirken.
Besonders interessant fand ich die Banes und die daraus entstandenen Plagen. Dadurch bekommt die Welt etwas Bedrohliches, teilweise sogar Unheimliches. Krankheiten, Ratten, Gift und andere Gefahren sind nicht einfach nur Kulisse, sondern gehören unmittelbar zum Leben der Menschen. Dazu kommen die Fae und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten. Die Magie empfand ich als spannend, weil sie nicht nur hübsches Beiwerk ist, sondern tatsächlich Einfluss auf die Figuren und die Handlung nimmt. Sehr interessant fand ich außerdem die sogenannten Fiends. Gerade Estis Herkunft bringt eine zusätzliche Ebene in die Geschichte, denn sie befindet sich gewissermaßen zwischen zwei Welten und wird von anderen entsprechend behandelt.
Ich mochte sehr, dass die Welt nicht sofort vollständig erklärt wird. Stattdessen entdeckt man vieles gemeinsam mit Esti. Dadurch hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, selbst noch etwas herausfinden zu müssen.
Esti ist für mich eindeutig eine der großen Stärken des Buches. Sie ist keine Protagonistin, die einfach alles kann und immer genau weiß, was richtig ist. Sie hat Ängste, Unsicherheiten und Situationen, in denen sie Entscheidungen trifft, die vielleicht nicht besonders vernünftig sind. Esti kämpft vor allem darum, die Menschen zu schützen, die ihr wichtig sind. Gleichzeitig muss sie sich immer wieder damit auseinandersetzen, wie andere sie aufgrund ihrer Herkunft sehen.
Ich mochte ihre Sturheit, ihren Mut und vor allem ihre große Klappe. Sie lässt sich nicht einfach einschüchtern und sagt auch dann ihre Meinung, wenn es wahrscheinlich klüger wäre, den Mund zu halten.
Und dann gibt es natürlich Varrik, den Piper.
Bei ihm wusste ich lange nicht so recht, was ich von ihm halten soll – und genau das hat ihn für mich interessant gemacht. Varrik ist mächtig, selbstbewusst und teilweise ziemlich provokant. Gleichzeitig merkt man relativ schnell, dass hinter seiner Fassade mehr steckt. Seine Vergangenheit und seine Beweggründe werden nicht einfach auf dem Silbertablett präsentiert.
Was mir besonders gefallen hat, ist seine Dynamik mit Esti. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Esti sich nicht gerne etwas vorschreiben lässt, ist Varrik jemand, der es gewohnt ist, dass andere auf seine Entscheidungen reagieren. Dass ausgerechnet Esti sich davon nicht sonderlich beeindrucken lässt, sorgt für einige meiner liebsten Szenen.
Ich musste mehrfach bei den hitzigen Diskussionen der beiden Protas lachen, obwohl die Geschichte eigentlich eine ziemlich düstere Grundstimmung besitzt.
Natürlich spielt auch die Romance eine wichtige Rolle. Die Beziehung zwischen Esti und Varrik entwickelt sich unter Umständen, die alles andere als unkompliziert sind. Es gibt Nähe, Misstrauen, Machtgefälle, Anziehung und jede Menge unausgesprochene Dinge.
Und dann ist da dieser herrliche Schlagabtausch. Ich habe beim Lesen mehrfach gedacht: „Ihr zwei seid wirklich unmöglich.“ 😂 Gleichzeitig gibt es auch ruhigere Momente, in denen man merkt, dass hinter der gegenseitigen Anziehung tatsächlich Gefühle und Verletzlichkeit stecken. Was mir besonders gefallen hat, ist das Gefühl, dass man ständig noch nicht das komplette Bild kennt. Immer wieder tauchen neue Fragen auf: Was steckt wirklich hinter den magischen Kräften? Wie viel wissen die einzelnen Figuren über ihre eigene Vergangenheit? Wem kann Esti tatsächlich vertrauen? Und was verbirgt Varrik?
Ich möchte an dieser Stelle bewusst nichts vorwegnehmen, denn gerade das Entdecken dieser Dinge hat für mich einen großen Teil des Lesespaßes ausgemacht. Die Handlung verbindet Fantasy, düstere Märchenelemente, Magie und Romance miteinander und schafft dabei eine Atmosphäre, die teilweise richtig unheimlich werden kann.
Ich hatte beim Lesen vor allem das Gefühl, immer weiterlesen zu wollen.Ich wollte wissen, was hinter den einzelnen Geheimnissen steckt. Ich wollte verstehen, wie die Welt funktioniert. Ich wollte herausfinden, was es mit den Figuren wirklich auf sich hat.
Und gleichzeitig hatte ich unglaublich viel Spaß mit Esti und Varrik. Es gab Momente, in denen ich mit Esti mitgefühlt habe, andere, in denen ich über ihre Entscheidungen den Kopf geschüttelt habe, und natürlich sehr viele Szenen, bei denen ich wegen der beiden einfach grinsen musste.
Und dieses Ende, oh mein Gott! Nur so viel: Ich war definitiv nicht bereit dafür und nach der letzten Seite hatte ich sehr schnell den Gedanken: Ich brauche Band 2. Jetzt.
Klare Empfehlung von mir für diese Romantasy mit einer ungewöhnlichen Welt, einer eigensinnigen Protagonistin, einem geheimnisvollen männlichen Charakter, viel Spannung und einem krassen Ende!
Achtung: ich habe versucht spoilerfrei zu bleiben und habe mir einen ganz kleinen Eindruck zur Welt wiedergegeben, dieser könnte aber auf den einen oder anderen als Spoiler wirken! Ihr sucht eine neue spannende Dilogie mit atmosphärischen unklaren Setting? Dann müsst ihr dieses Buch unbedingt lesen. Denn mit „Played by the Piper – Die Unbeugsame“ startet Raven Kennedy in eine neue Romantasy-Welt und greift dabei ein Märchenmotiv auf, das man vielleicht sogar kennt, das sie aber in eine völlig andere, deutlich düsterere Richtung führt. Für mich war dieses Buch vor allem eines: atmosphärisch, ungewöhnlich und unglaublich unterhaltsam. Schon der Einstieg hat bei mir dafür gesorgt, dass ich wissen wollte, wohin diese Geschichte führt. Je weiter ich gelesen habe, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass sich hinter der eigentlichen Handlung noch sehr viel mehr verbirgt. Und genau dieses Gefühl von Geheimnissen und offenen Fragen hat mich durch die Geschichte getragen.
Die Fantasy-Welt hat mir richtig gut gefallen. Sie fühlt sich nicht wie eine typische Romantasy-Welt an, in der es ausschließlich um Fae und eine Liebesgeschichte geht. Stattdessen gibt es eine Vergangenheit, die die gesamte Welt geprägt hat, verschiedene Wesen und magische Kräfte sowie Gefahren, die sich ganz unterschiedlich auf die Menschen auswirken.
Besonders interessant fand ich die Banes und die daraus entstandenen Plagen. Dadurch bekommt die Welt etwas Bedrohliches, teilweise sogar Unheimliches. Krankheiten, Ratten, Gift und andere Gefahren sind nicht einfach nur Kulisse, sondern gehören unmittelbar zum Leben der Menschen. Dazu kommen die Fae und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten. Die Magie empfand ich als spannend, weil sie nicht nur hübsches Beiwerk ist, sondern tatsächlich Einfluss auf die Figuren und die Handlung nimmt. Sehr interessant fand ich außerdem die sogenannten Fiends. Gerade Estis Herkunft bringt eine zusätzliche Ebene in die Geschichte, denn sie befindet sich gewissermaßen zwischen zwei Welten und wird von anderen entsprechend behandelt.
Ich mochte sehr, dass die Welt nicht sofort vollständig erklärt wird. Stattdessen entdeckt man vieles gemeinsam mit Esti. Dadurch hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, selbst noch etwas herausfinden zu müssen.
Esti ist für mich eindeutig eine der großen Stärken des Buches. Sie ist keine Protagonistin, die einfach alles kann und immer genau weiß, was richtig ist. Sie hat Ängste, Unsicherheiten und Situationen, in denen sie Entscheidungen trifft, die vielleicht nicht besonders vernünftig sind. Esti kämpft vor allem darum, die Menschen zu schützen, die ihr wichtig sind. Gleichzeitig muss sie sich immer wieder damit auseinandersetzen, wie andere sie aufgrund ihrer Herkunft sehen.
Ich mochte ihre Sturheit, ihren Mut und vor allem ihre große Klappe. Sie lässt sich nicht einfach einschüchtern und sagt auch dann ihre Meinung, wenn es wahrscheinlich klüger wäre, den Mund zu halten.
Und dann gibt es natürlich Varrik, den Piper.
Bei ihm wusste ich lange nicht so recht, was ich von ihm halten soll – und genau das hat ihn für mich interessant gemacht. Varrik ist mächtig, selbstbewusst und teilweise ziemlich provokant. Gleichzeitig merkt man relativ schnell, dass hinter seiner Fassade mehr steckt. Seine Vergangenheit und seine Beweggründe werden nicht einfach auf dem Silbertablett präsentiert.
Was mir besonders gefallen hat, ist seine Dynamik mit Esti. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Esti sich nicht gerne etwas vorschreiben lässt, ist Varrik jemand, der es gewohnt ist, dass andere auf seine Entscheidungen reagieren. Dass ausgerechnet Esti sich davon nicht sonderlich beeindrucken lässt, sorgt für einige meiner liebsten Szenen.
Ich musste mehrfach bei den hitzigen Diskussionen der beiden Protas lachen, obwohl die Geschichte eigentlich eine ziemlich düstere Grundstimmung besitzt.
Natürlich spielt auch die Romance eine wichtige Rolle. Die Beziehung zwischen Esti und Varrik entwickelt sich unter Umständen, die alles andere als unkompliziert sind. Es gibt Nähe, Misstrauen, Machtgefälle, Anziehung und jede Menge unausgesprochene Dinge.
Und dann ist da dieser herrliche Schlagabtausch. Ich habe beim Lesen mehrfach gedacht: „Ihr zwei seid wirklich unmöglich.“ 😂 Gleichzeitig gibt es auch ruhigere Momente, in denen man merkt, dass hinter der gegenseitigen Anziehung tatsächlich Gefühle und Verletzlichkeit stecken. Was mir besonders gefallen hat, ist das Gefühl, dass man ständig noch nicht das komplette Bild kennt. Immer wieder tauchen neue Fragen auf: Was steckt wirklich hinter den magischen Kräften? Wie viel wissen die einzelnen Figuren über ihre eigene Vergangenheit? Wem kann Esti tatsächlich vertrauen? Und was verbirgt Varrik?
Ich möchte an dieser Stelle bewusst nichts vorwegnehmen, denn gerade das Entdecken dieser Dinge hat für mich einen großen Teil des Lesespaßes ausgemacht. Die Handlung verbindet Fantasy, düstere Märchenelemente, Magie und Romance miteinander und schafft dabei eine Atmosphäre, die teilweise richtig unheimlich werden kann.
Ich hatte beim Lesen vor allem das Gefühl, immer weiterlesen zu wollen.Ich wollte wissen, was hinter den einzelnen Geheimnissen steckt. Ich wollte verstehen, wie die Welt funktioniert. Ich wollte herausfinden, was es mit den Figuren wirklich auf sich hat.
Und gleichzeitig hatte ich unglaublich viel Spaß mit Esti und Varrik. Es gab Momente, in denen ich mit Esti mitgefühlt habe, andere, in denen ich über ihre Entscheidungen den Kopf geschüttelt habe, und natürlich sehr viele Szenen, bei denen ich wegen der beiden einfach grinsen musste.
Und dieses Ende, oh mein Gott! Nur so viel: Ich war definitiv nicht bereit dafür und nach der letzten Seite hatte ich sehr schnell den Gedanken: Ich brauche Band 2. Jetzt.
Klare Empfehlung von mir für diese Romantasy mit einer ungewöhnlichen Welt, einer eigensinnigen Protagonistin, einem geheimnisvollen männlichen Charakter, viel Spannung und einem krassen Ende!