Rattenfänger
Wir befinden uns in einer düsteren Welt, die von Plagen heimgesucht wird, nachdem vor 30 Jahren sich die Erde auftat und so genannte Bane sich emporhoben. Die Bane wurden bekämpft von den Blutfae, die damals, als die Erde aufbrach, mit besonderen Gaben versehen wurden. Siesind die wenigen Überlebenden von den Orten, wo es direkt geschah. Und seither kann man sie an ihren blutroten Ohren erkennen.
Einer von diesen Blutfae erleben wir im Prolog und wie man später herausfindet, ist diese Person, der Rattenfänger.
Protagonistin Esti ist eine Fane, d.h. eine der Nachkommen von einem Bane und Fae. Die Fane Kinder wurden größtenteils ausgesetzt, ausgeschlossen, sind in Heimen aufgewachsen, aber nicht Esti. Ihre Mutter hat sie behalten. Und ist die wächst in einem liebevollen Umfeld auf. Auch ihre Tante kümmert sich um sie. Sorgt dafür, dass sie mit ihrem Schleier aus dem Haus geht, der ihre Hörner, die sie ganz klar als Fane identifizieren, das Haus verlässt. Und trotz der schweren Zeiten und die Plagen, die dort herrschen, spürt man, dass ihre Tante und ihre Mutter eng zusammenhalten und ein wirklich liebevolles Umfeld in der kleinen Familie ist.
Doch sobald eine Plage bekämpft war, tauchte schon die nächste auf. Und die Ratten scheinen eine der schwierigsten Plagen zu sein. Dann taucht der Rattenfänger auf, der zwar die Ratten aus der Ortschaft, in der Esti lebt, herauslockt, aber für die Befreiung der Stadt von dieser Plage verlangt er einen Preis. Und da der führende Lord, nichts zahlen möchte, lässt er sich aber schnell drauf ein, dass er eine gewisse Anzahl an Bewohnern des Ortes, dem Rattenfänger als Geißel gibt. Der Rattenfänger wählt die Person durch seine Melodie selbst aus und unter ihnen befindet sich Esti. Sie wird also ihrer Familie entrissen und befindet sich in der Gefangenschaft des Rattenfängers.
Esti lässt sie ihn auch immer wieder spüren, dass er sie ja entführt hat und es ist ein ständiges Thema zwischen den beiden, dass sie nur eine Geißel ist und er quasi der Entführer. Das ist auch einer meiner größeren Kritikpunkte des Buches. Zum einen, dass sie da immer wieder drauf herumreitet, aber auf der anderen Seite diese Anziehung da ist. Und das aber in den Spice Szenen ebenfalls problematisch dargestellt wird. Es sind zum Glück nicht viele und sie kommen auch erst spät (das fand ich schon gut, weil das hätte sich für die beiden Figuren auch nicht richtig angefühlt, wenn es zu früh und zu viel Spice gewesen wäre). Aber innerhalb der Spice Szenen fallen Sätze, wie „du bist mein“ und das fand ich ehrlich gesagt gruselig, wenn man bedenkt, dass sie auch wirklich seine Geißel ist. Da hätte ich mir eine andere Wortwahl gewünscht und auch, dass er da nicht so besitzergreifend in seinen Handlungen und Worten ist. Das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt. Die haben zwar eine interessante Dynamik, aber gerade in solchen Konstellationen finde ich „Besitzansprüche“ und mangelnde Kommunikation schwierig.
Am Ende des Buches werden wir zudem mit einem Cliffhanger zurückgelassen, der sich auch nicht logisch anfühlte. Ich möchte jetzt niemanden spoilern, aber das, was am Ende dann plötzlich in ihren Gedanken auftaucht, da fragt man sich, warum das denn vorher nie Thema bei ihr war. Schließlich erleben wir das gesamte Buch aus ihrer Perspektive. Da fühlte sich das völlig falsch an. Desweiteren gab es eine andere Szene, die sich auch sehr unlogisch anfühlte. Es wurde nicht erwähnt, dass Fane viel stärker wären als Fae, aber Esti schleppt einen bewusstlosen Mann, von dem sie mehrfach betont, dass er muskelbepackt ist. Also wird er wohl seine 100 Kilo auf die Waage bringen. Und sie trägt ihn untrainiert mal eben durch eine Wüste. Das hätte man irgendwie ein bisschen anders machen müssen. Es hätte ja schon gereicht, wenn man irgendwo eine Info hätte, dass Fane besondere Gaben oder besondere Kräfte haben. Aber es ist ja eher so, dass einer von den Blutfae besonders stark ist und dass das da betont wird. Deswegen hätte ich es jetzt komisch gefunden, wenn Esti auch diese Kraft hat.
Die Atmosphäre des Buches hat mir allerdings sehr gut gefallen. Ich fand auch die Idee, dass Rattenfänger von Hameln Thema aufzugreifen und neu zu interpretieren, grandios. Das ist auch etwas, was die Autorin sehr gerne macht. Bekannte Mythen oder Sagen aufzugreifen und sie in ein komplett neues Gewand zu stecken.
Trotz meiner Kritikpunkte werde ich auf jeden Fall den zweiten Band lesen wollen. Und bin sehr gespannt, ob dann die Fragezeichen, die jetzt bei mir aufgeploppt sind und meine Kritikpunkte sich da eventuell sogar auflösen könnten. Also die Chance besteht auf jeden Fall noch, dass das, was jetzt mein Hauptkritikpunkt zum Cliffhanger ist, eine logische Erklärung im Folgeband mit sich bringt.
Protagonistin Esti ist eine Fane, d.h. eine der Nachkommen von einem Bane und Fae. Die Fane Kinder wurden größtenteils ausgesetzt, ausgeschlossen, sind in Heimen aufgewachsen, aber nicht Esti. Ihre Mutter hat sie behalten. Und ist die wächst in einem liebevollen Umfeld auf. Auch ihre Tante kümmert sich um sie. Sorgt dafür, dass sie mit ihrem Schleier aus dem Haus geht, der ihre Hörner, die sie ganz klar als Fane identifizieren, das Haus verlässt. Und trotz der schweren Zeiten und die Plagen, die dort herrschen, spürt man, dass ihre Tante und ihre Mutter eng zusammenhalten und ein wirklich liebevolles Umfeld in der kleinen Familie ist.
Doch sobald eine Plage bekämpft war, tauchte schon die nächste auf. Und die Ratten scheinen eine der schwierigsten Plagen zu sein. Dann taucht der Rattenfänger auf, der zwar die Ratten aus der Ortschaft, in der Esti lebt, herauslockt, aber für die Befreiung der Stadt von dieser Plage verlangt er einen Preis. Und da der führende Lord, nichts zahlen möchte, lässt er sich aber schnell drauf ein, dass er eine gewisse Anzahl an Bewohnern des Ortes, dem Rattenfänger als Geißel gibt. Der Rattenfänger wählt die Person durch seine Melodie selbst aus und unter ihnen befindet sich Esti. Sie wird also ihrer Familie entrissen und befindet sich in der Gefangenschaft des Rattenfängers.
Esti lässt sie ihn auch immer wieder spüren, dass er sie ja entführt hat und es ist ein ständiges Thema zwischen den beiden, dass sie nur eine Geißel ist und er quasi der Entführer. Das ist auch einer meiner größeren Kritikpunkte des Buches. Zum einen, dass sie da immer wieder drauf herumreitet, aber auf der anderen Seite diese Anziehung da ist. Und das aber in den Spice Szenen ebenfalls problematisch dargestellt wird. Es sind zum Glück nicht viele und sie kommen auch erst spät (das fand ich schon gut, weil das hätte sich für die beiden Figuren auch nicht richtig angefühlt, wenn es zu früh und zu viel Spice gewesen wäre). Aber innerhalb der Spice Szenen fallen Sätze, wie „du bist mein“ und das fand ich ehrlich gesagt gruselig, wenn man bedenkt, dass sie auch wirklich seine Geißel ist. Da hätte ich mir eine andere Wortwahl gewünscht und auch, dass er da nicht so besitzergreifend in seinen Handlungen und Worten ist. Das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt. Die haben zwar eine interessante Dynamik, aber gerade in solchen Konstellationen finde ich „Besitzansprüche“ und mangelnde Kommunikation schwierig.
Am Ende des Buches werden wir zudem mit einem Cliffhanger zurückgelassen, der sich auch nicht logisch anfühlte. Ich möchte jetzt niemanden spoilern, aber das, was am Ende dann plötzlich in ihren Gedanken auftaucht, da fragt man sich, warum das denn vorher nie Thema bei ihr war. Schließlich erleben wir das gesamte Buch aus ihrer Perspektive. Da fühlte sich das völlig falsch an. Desweiteren gab es eine andere Szene, die sich auch sehr unlogisch anfühlte. Es wurde nicht erwähnt, dass Fane viel stärker wären als Fae, aber Esti schleppt einen bewusstlosen Mann, von dem sie mehrfach betont, dass er muskelbepackt ist. Also wird er wohl seine 100 Kilo auf die Waage bringen. Und sie trägt ihn untrainiert mal eben durch eine Wüste. Das hätte man irgendwie ein bisschen anders machen müssen. Es hätte ja schon gereicht, wenn man irgendwo eine Info hätte, dass Fane besondere Gaben oder besondere Kräfte haben. Aber es ist ja eher so, dass einer von den Blutfae besonders stark ist und dass das da betont wird. Deswegen hätte ich es jetzt komisch gefunden, wenn Esti auch diese Kraft hat.
Die Atmosphäre des Buches hat mir allerdings sehr gut gefallen. Ich fand auch die Idee, dass Rattenfänger von Hameln Thema aufzugreifen und neu zu interpretieren, grandios. Das ist auch etwas, was die Autorin sehr gerne macht. Bekannte Mythen oder Sagen aufzugreifen und sie in ein komplett neues Gewand zu stecken.
Trotz meiner Kritikpunkte werde ich auf jeden Fall den zweiten Band lesen wollen. Und bin sehr gespannt, ob dann die Fragezeichen, die jetzt bei mir aufgeploppt sind und meine Kritikpunkte sich da eventuell sogar auflösen könnten. Also die Chance besteht auf jeden Fall noch, dass das, was jetzt mein Hauptkritikpunkt zum Cliffhanger ist, eine logische Erklärung im Folgeband mit sich bringt.