Zwischen düsterer Atmosphäre und gemischten Gefühlen

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blattsalat Avatar

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„Played by the Piper“ war eines dieser Bücher, bei denen ich am Ende erst einmal überlegen musste, was ich davon halte. Auf jeden Fall wurde ich gut unterhalten, auch wenn ich es nicht unbedingt als Highlight beschreiben würde. Besonders gut haben mir die düstere Atmosphäre und das tolle Worldbuilding gefallen. Und nach dem überraschenden Ende bin ich gespannt, wie es weitergeht.

Ich habe bereits einige Bücher von Raven Kennedy gelesen und war deswegen ganz gespannt auf ihre neue Reihe. Ihr Schreibstil gefällt mir wieder sehr gut. Er ist sehr atmosphärisch, düster und brutal, was super zur Geschichte passt. Es fiel mir daher leicht, in die Geschichte einzutauchen. Auch die Informationsdichte zu Beginn fand ich sehr gelungen. Die Informationen waren gut in die Handlung eingebettet, sodass ich nicht das Gefühl hatte, mit Details über die Welt, das Magiesystem oder zigtausend Namen überschüttet zu werden.

Auch Esti hat mir als Protagonistin gefallen. Sie ist eine sympathische und starke Figur, die sich trotz ihrer schwierigen Situation nicht so leicht unterkriegen lässt. Mit dem Rattenfänger hatte ich hingegen so meine Probleme, insbesondere mit seinem Verhalten gegenüber Esti. Damit möchte ich nicht sagen, dass die Dynamik zwischen den beiden schlecht war – im Gegenteil, ich fand sie recht gut, insbesondere mochte ich ihre Wortgefechte sehr. Allerdings kam mir der Rattenfänger oft zu bevormundend und übergriffig ihr gegenüber vor.
Was mir zudem aufgefallen ist und was ich als störend empfand, war die sexuelle Spannung zwischen den beiden. Für mich nahm sie einfach zu viel Raum ein. Ich habe nichts gegen etwas „Spice”, aber hier war es mir im Vergleich zum nicht spannenden Mittelteil einfach zu viel gegenseitiges Begehren, sich mit Blicken ausziehen oder übereinander herfallen. Ich weiß nicht, wie es sich in Band 2 entwickelt, aber bisher konnte ich mich für die Liebesgeschichte der beiden nicht erwärmen.

Nach dem guten Einstieg und einem für mich etwas mittelmäßigen Mittelteil konnte das Ende aber noch einmal einiges herausholen. Besonders der Plottwist hat mich überrascht, und ich bin nun sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

Auch wenn mich die Liebesgeschichte nicht ganz überzeugen konnte, kann ich das Buch allen empfehlen, die düstere Romantasy mit einer atmosphärischen Welt und überraschenden Wendungen mögen.