Spannendes Lese-Konzept für junge Abenteurer

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carathis Avatar

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"Ich habe ja gar nicht alles gelesen!" war der Spruch, den ich nach der ersten Runde durch das Buch von meiner Tochter zu hören bekommen habe. Ja tatsächlich, hier ließt man nicht von vorn bis hinten alles brav durch, sondern darf lustig hin und her springen und der Geschichte seinen eigenen kleinen Schwung geben. Durch Entscheidungen für oder gegen einen Weg können die jungen Leser Neo und Luna durch den Freizeitpark und Poseidons Reich begleiten.
Im Fundbüro für verlorene Schätze hortet Herr Nox allerlei wundersame Gegenstände, die im Freizeitpark verloren gegangen sind. Und manchmal bekommt er auch den Auftrag, gezielt nach solchen verlorenen Dingen zu suchen. Diesmal sucht der Gott des Meeres, der zufälligerweise unter der Wasser-Achterbahn lebt, seinen Dreizack. Neo und Luna werden von Herrn Nox nun damit beauftragt, in der Unterwasserwelt nach dem goldenen Stab zu suchen.
Meistens wird man automatisch durch die Geschichte geleitet, indem am Ende der Doppelseite auf den nächsten Abschnitt auf Seite xy verwiesen wird. Bei uns passte das gerade gut zum Zahlen-Üben. Insgesamt waren eine gute Hand voll Entscheidungen von Beginn bis zum Ende notwendig. Dazu kommen einige Rätsel, die für sehr junge Leseanfänger noch etwas schwierig sein dürften. Aber so bleibt noch etwas Spannung erhalten, wenn die Kinder das Buch mit mehr Leseerfahrung später vielleicht ohne geübten Vorlesenden in die Hand nehmen.
Trotz der Entscheidungsmöglichkeiten las sich die Geschichte flüssig. So richtig geheimnisvoll war sie zwar nicht, aber meiner Tochter hat sie gefallen. Die Hauptfiguren hätten gerne etwas mehr Charakter haben können, sie wirkten leider sehr austauschbar. Wir schauen trotzdem direkt in den parallel erschienen zweiten Fall des Fundbüros hinein - Flammensturm.