True Crime trifft auf ganz große Gefühle.

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fönbo Avatar

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Antonia Wesselings Werk hat mich mit ihrer unglaublich dichten und unheimlichen Atmosphäre gepackt. Die Idee, eine True-Crime-Podcasterin als Hauptfigur zu wählen, die auf einer stürmischen Nordseeinsel nach einem Serienmörder sucht, finde ich super. Man spürt beim Lesen diese unterschwellige Bedrohung, die über der vermeintlichen Idylle der Insel Juist schwebt.

Paula ist als Protagonistin unheimlich greifbar, weil sie so willensstark und gleichzeitig verletzlich wirkt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, modern und baut in Rekordzeit einen genialen Spannungsbogen auf. Die Mischung aus nervenaufreibendem Thriller und knisternder Liebesgeschichte fühlt sich frisch und überhaupt nicht klischeehaft an. Gut gefällt mir, wie geschickt die Autorin mit den Zweifeln der Hauptfigur spielt, sodass man selbst anfängt, jede Geste zu hinterfragen.

Das raue Inselszenario, das durch einen heraufziehenden Sturm komplett von der Außenwelt abgeschnitten wird, verstärkt das Gefühl der Hilflosigkeit perfekt. Die Dialoge zwischen den Charakteren wirken erfrischend echt und sprühen nur so vor Dynamik.

Auch das geheimnisvolle Cover mit der düsteren Illustration passt optisch hervorragend zu dieser nervenaufreibenden Stimmung.