Ein Anfang wie im Märchen
Arnold, ein junger Mann, gewinnt auf kaum glaubliche Art eine Masse Geld am Spieltisch und kann sich in seinem neu eröffneten Gasthof außerhalb des Dorfes erstaunlich schnell behaupten. Als ihm dann auch noch die richtige Frau hoch zu Roß wie auf dem Silbertablett serviert wird, ist das Märchen eigentlich komplett. Denn wie ein Märchen liest sich der Hergang. Doch man gesteht Capus so viel dichterische Freiheit zu. Denn was er nun Seite für Seite bietet, liest sich vergnüglich. Ein Pageturner erster Güte, finde ich.
Dass der Autor einen Wirt als Hauptprotagonisten wählt, scheint mir nur folgerichtig, betreibt er doch selbst eine Bar und steht einmal pro Woche persönlich hinterm Tresen. Er weiß also genau, wovon er schreibt. Man könnte auch meinen, er habe sich mit dem Geschäft des Häuserbauens näher befasst, so minutiös schildert er die Vorgänge. Und schon, wie er den Anblick einer Ebene schildert, passt ganz zu seinem Stil.
Alex Capus schreibt in all seinen Romanen sehr wirklichkeitsnah. Genauso, wie das Leben eben abläuft, und das ist meist unvorhergesehen. Was ich an seinen Büchern auch so schätze, ist der Blick aufs Detail. Sein Narrativ ist volkstümlich, ganz genauso wie einfache Menschen eben sprechen, immer wieder durchsetzt mit einzelnen Helvetismen.
In all seinen Romanen gefallen mir die liebevoll skizzierten Figuren. So auch hier: die Witzbolde, der Schriftenmaler Sepp, Frau und Tochter Betty und Klara samt zahlreichen Charakteren rund ums Geschehen. Alle farbig, pulsierend, dass man meint, sie agieren jetzt grad neben uns.
Bei manchen Ausdrücken habe ich mich aber schon gefragt, ob man in einem Dorf Anfang des vorigen Jahrhunderts bereits Anglismen im täglichen Sprachschatz benutzte. Auch wirkt die Schilderung der rundum prügelnden Klara recht unwahrscheinlich. Doch hat mich das nicht groß gestört, denn unterhaltsam, voller Leben und leicht zu lesen ist der Text allemal.
Unterhaltende Literatur, die ich gern weiter empfehle.
Dass der Autor einen Wirt als Hauptprotagonisten wählt, scheint mir nur folgerichtig, betreibt er doch selbst eine Bar und steht einmal pro Woche persönlich hinterm Tresen. Er weiß also genau, wovon er schreibt. Man könnte auch meinen, er habe sich mit dem Geschäft des Häuserbauens näher befasst, so minutiös schildert er die Vorgänge. Und schon, wie er den Anblick einer Ebene schildert, passt ganz zu seinem Stil.
Alex Capus schreibt in all seinen Romanen sehr wirklichkeitsnah. Genauso, wie das Leben eben abläuft, und das ist meist unvorhergesehen. Was ich an seinen Büchern auch so schätze, ist der Blick aufs Detail. Sein Narrativ ist volkstümlich, ganz genauso wie einfache Menschen eben sprechen, immer wieder durchsetzt mit einzelnen Helvetismen.
In all seinen Romanen gefallen mir die liebevoll skizzierten Figuren. So auch hier: die Witzbolde, der Schriftenmaler Sepp, Frau und Tochter Betty und Klara samt zahlreichen Charakteren rund ums Geschehen. Alle farbig, pulsierend, dass man meint, sie agieren jetzt grad neben uns.
Bei manchen Ausdrücken habe ich mich aber schon gefragt, ob man in einem Dorf Anfang des vorigen Jahrhunderts bereits Anglismen im täglichen Sprachschatz benutzte. Auch wirkt die Schilderung der rundum prügelnden Klara recht unwahrscheinlich. Doch hat mich das nicht groß gestört, denn unterhaltsam, voller Leben und leicht zu lesen ist der Text allemal.
Unterhaltende Literatur, die ich gern weiter empfehle.