Ein Deutsch - Schweizerische Grenzgeschichte

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baudi60 Avatar

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Der Roman erzählt die Geschichte von Arnold, der vor etwa 100 Jahren in Ramsen, einem Deutsch- Schweizerischen Grenzdorf, einen Gasthof direkt an der Grenze errichtet. Im Laufe der Jahre heiratet er und es stellen sich 8 Kinder ein. Alles läuft Bestens, bis sich die älteste Tochter Clara in den Schmuggler Hermann verliebt. Dann verwandelt sich die Geschichte in ein politisches Ränkespiel, das auf einer historischen Begebenheit beruht.

Mir hat der Schreibstil gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Arnolds Familie ist einem sofort sympathisch. Aus eigentlichen Belanglosigkeiten macht Capus große Szenen. Bei vielen anderen Autoren wäre das langweilig geworden. Bei Capus wirkt das nie so. Selbst die ernsten politischen Verwicklungen zwischen der Schweiz und Deutschland wirken durch seinen Schreibstil fast wie eine komädiantische Posse und man muss über die damalige Diplomatie wirklich schmunzeln. Einzig und allein die Mutmaßungen am Ende des Buches haben mir nicht so gefallen.

Insgesamt hat mir das Buch richtig gut gefallen. Eine wunderschöne Geschichte mit etwas Wahrheit und viel Fiktion. Toll gemacht. Dafür gibt es gerne wohlverdiente 5 Sterne.