Gasthaus zur Moskau

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gabriele 60 Avatar

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Der junge Arnold war ein unruhiger Geist, der es maximal hundert Tage bei einer Anstellung aushielt. Er erlernte viele Fertigkeiten und mit Glück kam er auch zu Geld. Das reichte ihm, um ein schönes Gasthaus zu bauen und sesshaft zu werden. Den Namen „zur Moskau“ wählte er nur, um den Witzbolden seines Heimatortes den Wind aus den Segeln zu nehmen. Gerne beobachtete er die Menschen, die den nahen Grenzübergang zu Deutschland überquerten. Eines Tages kam Betty auf einem stattlichen Pferd vorbei und blieb. Clara, die älteste Tochter, wurde ein Konglomerat der abenteuerlustigen Eltern und zeigte lange Zeit kein Interesse an einer festen Beziehung. Dann tauchte Hermann auf und veränderte alles.
Alex Capus hat diesen Bericht mit einem Augenzwinkern geschrieben und mit Ausschnitten aus offiziellen Schreiben ergänzt. Der 1961 in der Normandie geborene Autor ist bekannt dafür, in seinen Büchern Fakten mit Fiktion verschmelzen zu lassen. Seine lakonische Berichterstattung hat mich immer wieder laut auflachen lassen. Dabei charakterisiert er sein Personal nicht durch viele Beschreibungen, sondern indem er sie agieren lässt. Er zeigt sie, wie sie sich in ihrem Alltag verhalten, so dass sich die inneren Beweggründe erahnen lassen. Entstanden ist ein ruhiger Roman, der sich wunderbar lesen lässt und mein Herz erfreut hat. Gleichzeitig ist er ein Stück schweizerisch-deutscher Geschichte.
Fazit: Alex Capus kann’s!