Gasthof zur Moskau, eine Grenzgeschichte

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rieta Avatar

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Für mich ist dies der erste Roman, den ich von Alex Capus gelesen habe. Das Cover ist recht unscheinbar. Doch bei genauem Hinsehen erkennt man ein Fuhrwerk in der Landschaft. Kommt es an oder wohin geht die Fahrt?
Der Arnold, ein kleiner Mann erkennt schnell in seinem Dasein, dass es ein Hamsterrad gibt, indem man, wenn man sich nicht schnell genug entscheidet, nicht mehr raus kann. So walzt er durchs Land und arbeitet in den verschiedensten Gewerken jeweils 100 Tage. Doch dann möchte er seinen Traum vom eigenen Landgasthof erfüllen. Er findet ein passendes Stück Land und baut in einem Schweizer Dorf an der Grenze zu Deutschland Gasthof. Interessant schildert Capus wie das Leben an der Grenze abläuft und wie Arnold seine Gastwirtschaft führt. Arnold hatte in den Jahren seiner Walz einige Liebschaften doch die Richtige war nicht dabei bis eines Tages eine Fremde hoch zu Ross durch den Schnee an seinem Gasthof vorbei kam. Ihr Name ist Betty. Arnold heiratet sie und bekommt mit ihr acht Kinder. Anschaulich und teils spannend wie ein Krimi wird die Geschichte von Arnold und Betty erzählt. Die älteste Tochter Clara, ein rechter Wildfang verliebt sich 1933 in einen Schmuggler namens Hermann. Bei einer nächtlichen Tour wird er gefasst, eingesperrt und irgendwann verliert sich die Spur von Hermann. Am Ende des Buches erfährt der Leser wie politische Einflüsse und Beziehungen, schon von fast 100 Jahren das Leben beeinflussen.
Ein Buch, sehr interessant, teils humorvoll, spannend und authentisch. Mir hat es gefallen und ich empfehle es gern weiter.