Mein erster "Alex Capus"

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lisaliestgern Avatar

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Ich hatte schon von dem Autor gehört und auch mal ein Interview mit ihm gelesen, auf dem er klug und sympathisch rüberkam, aber noch nie was von ihm gelesen. Deshalb habe ich mich auf das Buch gefreut, und es hat mich nicht enttäuscht.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet der junge Arnold an der Schweizer Grenze zu Deutschland ein Lokal. Er findet eine Frau und bekommt mit ihr viele Kinder. Ein ganz normales Leben, manchmal gleichförmig, manchmal mit einer spannenden Wendung. Die Personen sind gut gezeichnet, manche sind extrem und schräg. Manchmal geht mir das ein bisschen auf die Nerven, zum Beispiel die Beschreibung der ältesten Tochter Clara. Als alle anderen Kinder schon aus dem Haus sind, in der Nazizeit, verliebt sich diese dann in Hermann, einen Schmuggler, der die SS-Leute und die Grenzbeamten auf beiden Seiten lange Zeit an der Nase herumführt. Da wird es jetzt so richtig spannend... Mir war lange Zeit nicht klar, dass die Geschichte einen sehr realen Hintergrund hat, erst, als ich zu den Briefen und Protokollen kam, die anlässlich Hermanns Festnahme geschrieben worden waren. Dazwischen wird die Geschichte vom Autor fiktiv ausgeschmückt, was er am Schluss genauer erklärt. Das finde ich clever gemacht.
Ich fand das Buch interessant und außerdem sehr unterhaltsam.