Sommerleicht
Mit "Querfeldein" gelingt Alex Capus mal wieder ein federleichter Roman, den man in einem Rutsch durchliest. In bewährter Manier kreiert er um ein paar historisch belegte Fakten eine "Was-wär-wenn-"/"So-könnten-Zeitzeugen-gewesen-sein"-Geschichte. Dabei erzählt er jedoch so leicht, so anschaulich und frisch, dass es eine wahre Freude war, den Roman zu lesen.
Ein einsamer Gasthof unweit der deutsch-schweizerischen Grenze. Im Mittelpunkt steht die Wirtsfamilie, deren älteste Tochter Clara sich anders gebärdet als alle anderen: Wilder, freier und dennoch mit einem sehr klaren Gemein- und Gerechtigkeitssinn. Sie folgt damit ihren Eltern, den Wirtsleuten Arnold und Betty nach, die ebenfalls freier, wilder und nicht-konform in ihrem Denken, ihrer Ehe und ihrem Handeln sind. Eines Tages lernt Clara Hermann kennen und lieben, einen weiteren Freigeist. An eben diesem entspinnt sich dann die historische Komponente, gerät Hermann doch in die Mühlen deutsch-schweizerischer Politik vor dem Hintergrund des sich etablierenden Dritten Reichs.
Capus gelingt es mit einer Leichtigkeit welthistorische Ereignisse im Dunstkreis des kleinen Grenzübergangs ins Kleine zu übertragen und damit den Gasthof und das Dorf zur Bühne (oder auch nicht) für Größere Dinge werden zu lassen.
Eine tolle Sommerlektüre mit klarer Empfehlung!
Ein einsamer Gasthof unweit der deutsch-schweizerischen Grenze. Im Mittelpunkt steht die Wirtsfamilie, deren älteste Tochter Clara sich anders gebärdet als alle anderen: Wilder, freier und dennoch mit einem sehr klaren Gemein- und Gerechtigkeitssinn. Sie folgt damit ihren Eltern, den Wirtsleuten Arnold und Betty nach, die ebenfalls freier, wilder und nicht-konform in ihrem Denken, ihrer Ehe und ihrem Handeln sind. Eines Tages lernt Clara Hermann kennen und lieben, einen weiteren Freigeist. An eben diesem entspinnt sich dann die historische Komponente, gerät Hermann doch in die Mühlen deutsch-schweizerischer Politik vor dem Hintergrund des sich etablierenden Dritten Reichs.
Capus gelingt es mit einer Leichtigkeit welthistorische Ereignisse im Dunstkreis des kleinen Grenzübergangs ins Kleine zu übertragen und damit den Gasthof und das Dorf zur Bühne (oder auch nicht) für Größere Dinge werden zu lassen.
Eine tolle Sommerlektüre mit klarer Empfehlung!