tiefsinnig und leicht lesbar

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
urmeli Avatar

Von

Arnold wächst in einem schweizer Dorf nahe der deutschen Grenze auf. Bereits in seiner Jugendzeit war er ein unruhiger Geist, er wollte die Welt erleben und arbeitete so in verschiedenen handwerklichen Berufen immer nur für ein halbes Jahr. Bis er als Pflasterer sich auf Knien zum Kasino in Baden-Baden vorarbeitete und seinen Lohn beim Roulette setzte. Er gewann viel Geld und beschloss, es in einen Gasthof zu investieren. Das Wirtshaus zur Moskau war stets gut besucht und als er Betty traf, sie heiratete und mit ihr 8 Kinder bekam, blieb er dort. Auch Betty hatte einen Hang nach Freiheit und besonders ihre älteste Tochter, die „verrückte“ Clara, streunte bereits als Kind tageweise umher. In der Schweiz hörte man bereits von den Veränderungen in Deutschland, die 1933 immer intensiver wurden. Hermann Weber, ein Schmuggler, hat es noch so gerade über die Grenze geschafft. Der kräftige und zupackende Hermann fand einen Platz in der Wirtschaft und in Claras Herzen bis er von Nazischergen zusammengeschlagen und über die Grenze nach Deutschland verschleppt wurde.
Die politischen Verwicklungen bezüglich Hermann Weber sind historisch belegt, die Liebesgeschichte fiktiv.
Neben dieser echten Geschichte gefällt mir an dem Roman die Schreibweise und Wortwahl, die liebevolle Beschreibung der Charaktere und Eigenheiten der Dorfbewohner und die Landschaft und die besonderen Herausforderungen im Grenzbereich zwischen der Schweiz und Deutschland. Ein tiefsinniger Roman der leicht lesbar ist.