Unaufgeregter historischer Stoff

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Nach vielen Lehrjahren und einem überaus glücklichen Casinogewinn spielt Geld für Arnold keine Rolle mehr. Über den Namen seines neu erbauten Gasthofes hat er trotzdem kein Mitspracherecht, "Zur Moskau" haben die Witzbolde des Dorfes daraus gemacht. Aber wie so vieles trägt Arnold das mit Gelassenheit. Und so gehen die Jahre dahin, er heiratet Betty, sie bekommen acht Kinder. Nur Clara, die älteste, tut sich schwer im Leben.

"Querfeldein" vereint Landleben, Originalität und historischen Stoff. Kurzweilig und teilweise humorvoll wird vom Leben im schweizerischen Grenzgebiet während der Jahrhundertwende erzählt. Hauptfigur Arnold ist zwar ein eher ruhiger Zeitgenosse, aber er steht mit beiden Beinen im Leben, wenn auch er im selbigen manchmal mehr Glück als Verstand gehabt hat. Die zeitweise eher launische Betty steht da nicht weniger ihren Mann, erscheint aber nicht so zielstrebig und bildet den sprunghaften Gegenpol. Sprachlich kommt "Querfeldein" auch eher nach Arnold: unaufgeregt, gediegen und mit den Witzen zwischen den Zeilen. Ich habe mich von diesem Buch sehr gut abgeholt und unterhalten gefühlt.