Was möglich wäre

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julemaus94 Avatar

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Alex Capus konnte mich schon mit einigen seiner Bücher begeistern und sein neustes Werk verspricht so einiges an Humor und Hoffnung- genau das, was ich in diesen wilden Zeiten gut gebrauchen kann.

Es geht um Anton, der um 1900 in einem kleinen schweizer Dörfchen kurz vor der Grenze zu Deutschland einen Gasthof eröffnet und damit die wunderlichsten Menschen auf der Durchreise anzieht, genauso wie die Käuzchen aus dem Dorf. Bis er eines Tages der durchreitenden Betty begegnet und von jetzt auf gleich weiß, dass sie bleibt. Schnell wird geheiratet und bald ergänzen 8 Kinder die kleine Familie. Besonders Clara, die älteste, wird ihr Leben in Aufruhr versetzen, spätestens als sie 1933 den wilden Hermann anschleppt. Der schmuggelt am liebsten Sachen über die Grenze, ganz zum Missfallen der deutschen Grenzsoldaten.

Dass es sich hierbei um wahre Begebenheiten handelt, wird einem nicht gleich auf den ersten Blick klar. Von alten Protokollen und Schriftverkehr inspiriert hat der Autor eine wilde Geschichte mit skurilen Figuren gestrickt, die permanent von Unglauben und fast märchenhaftem Zufall zum Schwanken gebracht wird.

Aber genau diese Mischung gefällt mir wirklich gut und macht aus einer Begebenheit, die einen wütend werden lassen könnte, etwas Hoffnungsvolles.