intensiv, roh und mit einer starken, verletzlichen Heldin

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Das Buch fängt schon direkt düster und bedrückend an - was irgendwie auch fesselnd ist.
Der Verlust, den Seneca fühlt, ist nahezu greifbar und ich fand ihre Gedanken zu der Beerdigung und wie ihre Mutter es hassen würde irgendwie total nachvollziehbar und verständlich. Das hat Seneca sympathisch und menschlich erscheinen lassen (auch wenn sie nicht menschlich ist). Im Vergleich dazu hat dieser Ekel von Burke bei mir direkt das Kotzen ausgelöst - war auf jeden Fall ein Kontrast der klar macht, was für männliche Wesen wir teils erwarten dürfen...
Ich bin sehr gespannt, was man noch alles über das Rudelsystem lernt - es klingt auf jeden Fall spannend. Es ist anfangs viel beschreiben von Senecas Situation und Umgebung, weshalb mir ab und zu der Flow fehlte, aber so ist das nunmal zu Beginn eines Buches. Auf jeden Fall fand ich Seneca eine sehr ansprechende Portagonistin, die zwar nicht laut nach außen brüllt, aber defintiv eine starke Meinung zu haben scheint - und sie hoffentlich auch gegenüber Burke durchsetzt. Und es tat mir in der Seele weh, dass durch die Rudelsystematik ihre Position nun die eines "Nichts" entspricht.
Ich bin gespannt, wie sich Seneca entwickelt und behauptet und wie sie ihre Wölfin findet. Und natürlich bin ich neugierig darauf, was wirklich hinter Delaneys Tot steckt...