Düsterer Standalone

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mondscheinsonate Avatar

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Das Cover von "Rabid" scheint erstmal unscheinbar, die Geschichte lässt aber sofort den typischen, düsteren Stil von Raven Kennedy erkennen, den ich schon bei "The Darkest Gold" so mochte. Die Atmosphäre ist dunkel und emotional aufgeladen, und genau das macht ihre Bücher für mich so fesselnd.

Die Grundidee fand ich stark. Raven Kennedy schafft es wieder, eine Welt zu zeichnen, die sich gefährlich anfühlt und in der man nie ganz sicher ist, wem man trauen kann. Die Figuren sind kaputt und innerlich zerrissen, an einigen Stellen geht es brutal und emotional her. Auch das erinnert sehr an "The Darkest Gold" und war für mich ein klarer Pluspunkt.

Dafür fühlten sich manche Konflikte allerdings etwas überzogen an und die Spannung im Verlaufe der Handlung flachte auch immer wieder ab. Ob man viel Spice mag, den es ab dem Mittelteil ausführlich gab, ist Geschmackssache.

"Rabid" ist ein starkes, düsteres Buch, das Fans von moralisch grauen Charakteren definitiv abholt, für mich aber auch einige Schwächen hatte.