Eine unheimlich spicy Werwolf-Romance!

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
bluetenzeilen Avatar

Von

"Die Nacht in der ich mich das erste Mal verwandelte, änderte mein Schicksal. Er wurde mein Schicksal."

Inhalt:

Ich träume schon mein ganzes Leben davon, mich endlich in eine Wölfin zu verwandeln. Wie jedes Mitglied meines Rudels muss ich dazu ein Ritual vollziehen. Doch ein brutaler Angriff auf mich lässt dieses Ritual völlig aus dem Ruder laufen: Die Verbindung geht schief, und anstatt meine Wölfin zu kontrollieren, kontrolliert sie mich. Wir sind eins und doch getrennt.

Wild, ungezähmt, zornerfüllt. Statt mir zu helfen, verstoßen meine eigenen Leute mich. Sie setzen mich auf dem Land des Ruin-Falls-Rudels aus, das mehr Monster als Wolf oder Mensch sein soll. Und das größte Monster von ihnen ist ihr Alpha: Tyran. Doch meine Wölfin scheint zu glauben, dass dieser Alpha genau der Richtige für uns ist, egal, wie grausam sein Ruf ist. Und es interessiert sie nicht im Geringsten, dass ich anderer Meinung bin …

Meinung:

Eine unheimlich spicy Werwolf-Romance!

Ich finde die Optik des Buches auf jeden Fall wunderschön. Dabei liebe, dass sich die Werwolf-Thematik in der Grafik aufgreift und der Titel in der Mitte einen Hingucker bildet. Zudem sind die einzelnen Kapitelseiten ebenfalls sehr detailreich gestaltet worden.

So hätte ich mir das Buch auf jeden Fall auch nur aufgrund der Optik direkt gekauft.

Außerdem fand ich den Schreibstil der beiden Autorinnen greifbar, spannungsgeladen und interessant. Die Geschichte wird dabei durchweg aus der Perspektive von Seneca erzählt, um mich als Leserin voll und ganz auf ihre Gedankenwelt einzulassen. Das hat mir definitiv richtig gut gefallen.

In der Geschichte lernen wir sie also kennen, die in einem Wolfsrudel auf den Flux, also das Heraufbeschwören ihrer Wölfin, wartet. Da gerade ihre Mutter gestorben ist, gibt es eigentlich niemanden, der sie jetzt noch vor dem Anführer des Rudels schützen kann. Was ihr angetan wird tat mir für sie definitiv leid.

Ich muss sagen, ich konnte ihre Emotionen auf jeden Fall gut greifen. Besonders die Wut auf den Alpha, die leise Gewissheit, dass er für ihren Tod verantwortlich ist und die Trauer haben sie definitiv sehr authentisch wirken lassen. So würde ich sie dennoch auch als schnell vertrauenswürdig und teilweise kämpferisch beschreiben, da sie sich niemals wirklich unterkriegen lassen würde.

Die Storyline ist auf jeden Fall interessant und enthält viel Potenzial, das für mich nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Denn als sie dann in einem der wohl gefürchtetsten Rudel ausgesetzt wird, scheint es, als würde sie um ihr Leben kämpfen müssen.

Dabei wird sie jedoch von Tyran beansprucht, in den sie sich schnell und rasant verliebt. Ich muss sagen, ich fand die Dynamik zwischen Seneca und Tyran gelungen beschrieben und konnte diese auch nachvollziehen. So necken sich die beiden und können tatsächlich auch relativ schnell nicht mehr ohne den jeweils anderen. Dennoch war es besonders durch Senecas Wölfin auch sehr häufig sehr spicy und dadurch für mich teilweise zu viel Spice, als Handlung.

Tyran ist dabei ein Protagonist, den man nicht immer durchschauen kann, der seine Meinung auch hinter dem Berg hält und niemanden so richtig nah an sich heranlässt. Dennoch fand ich wiederum seinen liebevollen Umgang mit Seneca wundervoll zu lesen und verständlich beschrieben.

Dass die beiden sich dann rächen wollen, war klar, auch die Umsetzung ist für mich gelungen. Wobei die Handlung jetzt nicht wahnsinnig viele Plot-Twists aus meiner Perspektive bereithält. Dennoch wurde ich insgesamt gut unterhalten und man konnte teilweise auf jeden Fall auch mitfiebern.

Auch der Fantasy-Aspekt kommt auf jeden Fall nicht zu kurz und Seneca muss sich dabei der einen oder anderen Herausforderung stellen und die Geschichte entwickelt sich so in einem angenehmen und nachvollziehbaren Tempo aus meiner Perspektive.

Für mich ein guter Einzelband, wenn man einfach einmal den Kopf ausschalten will und in eine andere Welt flüchten möchte. Dennoch konnte mich die Geschichte insgesamt leider nicht durchgehend überzeugen, auch weil ich fand, dass die Frauendarstellung manchmal etwas schwierig war … Denn leider muss sich Seneca immer wieder behaupten und die Wölfe in dem Rudel, in dem sie aufgewachsen ist, nehmen sich einfach, was sie denken, was ihnen zusteht. Das thematisieren die Autorinnen auch am Ende, aber ich glaube, ein kurzer Disclaimer am Anfang wäre vielleicht nicht schlecht gewesen.

Aus diesem Grund kann ich nur sagen, dass man sich mit diesem Titel auf jeden Fall auf eine spannende Werwolf-Geschichte freuen kann, die dennoch auch die Liebesgeschichte stärker in den Mittelpunkt stellt.

Ich bin gespannt, ob die beiden Autorinnen auch zukünftig noch weitere Projekte schreiben werden.